Brakel (red). Ab Montag den 4. Mai fährt der Bürgerbus Brakel mit einem neuen Niederflurbus durch die Stadt. Rainer Krelaus, Vorstandsmitglied, übernimmt die Jungfernfahrt und freut sich, die Fahrgäste in dem neuen Bus begrüßen zu dürfen.
Am 01. Mai wurde der Bus auf dem Marktplatz in Brakel der Öffentlichkeit präsentiert. Die Stadt Brakel, vertreten durch die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Rohbrecht, dem stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Disse und dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Andreas Oesselke, betonten die Bedeutung des Bürgerbusses für die Stadt Brakel. Jutta Rohbrecht bedankte sich im Namen des Rates der Stadt Brakel bei allen ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brakel. Der Bürgerbus ist weit mehr als nur ein Verkehrsmittel. Er verbindet Stadtteile und gerade im ländlichen Raum ist das von unschätzbarem Wert. Der Bürgerbus trägt zur Mobilität der Seniorinnen und Senioren bei. Ohne diesen ehrenamtlichen Dienst würde dieser Personenkreis nicht problemlos in die Stadtmitte kommen, um die täglichen Dinge wie Gang zum Frisör, Arzt oder Einkaufen erledigen zu können.
Der Verein setzt nun schon seit der Gründung im Jahr 2011 den vierten Bus ein. Es war immer ein schöner Brauch dem neuen Gefährt den kirchlichen Segen zugeben. Neben den Vertretern der Stadt waren daher auch Pfarrer Monsignore Andreas Kurte gekommen. Er berichtete, das neben dem heiligen Christophorus eigentlich der Engel Rafael der Schutzpatron der Reisende sei. Aus dem Buch Tobias geht hervor, das Rafael ihn auf seinen Reisen begleitet hat. Pfarrer Kurte eilten dem Bus den kirchlichen Segen und wünschte allen Fahrerinnen und Fahrern allzeit eine gute und unfallfreie Fahrt mit Gottes Segen.
Viele ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer waren gekommen um den Bus in Empfang zu nehmen.
In seiner Begrüßung betonte Rainer Pauli, Vorsitzender des Vereins, bei dem Kauf des neuen Busses habe man intensive darüber nachgedacht einen Elektrobus einzusetzen. Der Gedanke wurde aber verworfen, da ein Elektrobus noch nicht die elektrische Kapazität bringt, wie sie hier in Brakel benötig wird. Der Bus muss ohne Laden jeden Tag, im Winter und im Sommer, Berg rauf und Berg runter insgesamt 175 Kilometer fahren. Niederflurbusse haben nicht so viel Platz für Batterien. Weil sie für Menschen mit Behinderung im Einstiegsbereich tiefer gelegt sind keinen Platz für die Unterbringung von Batteriezellen. Aus diesem Grund fehlt Kapazität. Auch ist das Gewicht ein großes Problem. Bürgerbusse dürfen nur 3,5 Tonnen wiegen. Die europäische Kommission hat zwar Fahrzeuge wie zum Beispiel Krankenwagen und Feuerwehrautos, die auch von ehrenamtlichen Fahrern gefahren werden auf eine Gewichtsklasse von 4,5 Tonnen erhöht und hat aber explizit Bürgerbusse ausgenommen. Bei 3,5 Tonnen zulässiges Gewicht ist die Batteriekapazität für einen Einsatz in Brakel zu schwach.
Schmunzelnd betont Pauli, vielleicht klappt es ja in sieben Jahren, wenn ein neuer Bus kommt.
Wer sich im Verein ehrenamtlich engagieren möchte kann sich an Rainer Pauli, 05272 39769 oder bei der Stadt Brakel Karina Grewe 05272 360 1240 wenden.
Foto: Bürgebus Brakel