Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Mittwoch, 19. Februar 2020 12:21 Uhr
Klärschlammkooperation OWL: Stadt Brakel unterzeichnet ebenfalls Kooperationsvertrag
Mittwoch, 19. Februar 2020 12:02 Uhr

Hembsen (red). Der Hembser Kulturverein e.V. hat am 17. Februar ein Crowdfunding für das „KRAUT UND RÜBEN Musikfestival“ gestartet, das am Samstag, den 22. August 2020 in Hembsen am Uhlenberg stattfinden wird. Gemeinsam mit der Vereinigten Volksbank sammelt der Verein nun Spenden, um die großen Kostenpunkte des Festivals, wie beispielsweise die Technik- und Bühnenmiete sowie die Künstlergagen, GEMA und Künstlersozialkasse, zu finanzieren. Der Verein freut sich über jede Unterstützung. Das Besondere an dieser Crowdfunding-Aktion: Die Volksbank verdoppelt jede Spende bis zu 25 Euro.

Alle Details finden Interessierte unter https://v-vb.viele-schaffen-mehr.de/kraut-rueben-musikfestival

Zudem möchte der Hembser Kulturverein e.V. hiermit auf seine Jahreshauptversammlung hinweisen, die am 21. Februar, ab 20 Uhr, im Gasthof „Zum Herzog“ in Hembsen stattfinden wird. Der Verein freut sich über zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder.

Foto: Screenshot

Mittwoch, 19. Februar 2020 11:50 Uhr

Höxter (red). Die Lesung bei der VHS in Höxter, die Robert Habeck aufgrund der aktuellen Ereignisse in Thüringen kurzfristig absagen musste, wird am Mittwoch, den 29. April nachgeholt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Residenz-Stadthalle Höxter, Einlass ab 18.30 Uhr. Die VHS teilt mit, dass die Karten ihre Gültigkeit behalten. Wenn dennoch Karten abgegeben sollen, wenden sich die Interessenten bitte an die VHS-Geschäftsstelle in Höxter unter Tel 05271 9634303 oder E-Mail vhs@vhs-hoexter.de

In der Lesung geht es um die aktuell brisante Frage, wie wir miteinander umgehen und warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht.

Foto: Dennis Williamson

Mittwoch, 19. Februar 2020 11:33 Uhr

Bad Driburg (red). Am 30. März stellt Rüdiger Safranski stellt anlässlich des 250. Geburtstages des großen Dichters seine neue Hölderlin-Biographie mit Manfred Osten vor. Stattfinden soll die Veranstaltung um 19 Uhr im „Gräflicher Park Health & Balance Resort“ in Bad Driburg.

In seiner neuen Biografie über Friedrich Hölderlin beschreibt Rüdiger Safranski die Geschichte eines Einzelgängers, der keinen Halt im Leben fand, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde. Als Dichter, Übersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolutionär lebte er in zerreißenden Spannungen, unter denen er schließlich zusammenbrach. Erst das 20. Jahrhundert entdeckte seine tatsächliche Bedeutung, manche verklärten ihn sogar zu einem Mythos. Doch immer noch ist Friedrich Hölderlin der große Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur.

Der 250. Geburtstag im März 2020 ist eine gute Gelegenheit, sich ihm und seinem Geheimnis zu nähern. Rüdiger Safranskis Biografie gelingt das auf bewundernswerte Weise. Friedrich Hölderlin verbrachte im Jahr 1796 sechs glückliche Wochen mit Susette Gontard, der er als „Diotima“ ein literarisches Denkmal setzte, im Gräflichen Park zu Bad Driburg. Der Schriftsteller Rüdiger Safranski sowie der Kulturhistoriker Manfred Osten werden im Gespräch auch auf diese Periode im Leben Hölderlins eingehen.

RÜDIGER SAFRANSKI

Rüdiger Safranski, ist Philosoph und wurde durch seine in viele Sprachen übersetzten Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer, Heidegger, Nietzsche, Schiller, Goethe und die Freundschaft von Goethe und Schiller bekannt. Seine philosophischen Essays handeln von der Wahrheit, vom Bösen, von der Romantik, der Globalisierung sowie von der Zeit. Zuletzt wurde er mit dem LudwigBörne-Preis (2017) und mit dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet.

MANFRED OSTEN

Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur. 1969 tritt er in den Auswärtigen Dienst ein, wo er in deutschen diplomatischen Missionen in Paris, Kamerun, Tschad, Australien und Japan tätig war. Zwischenzeitlich stand er im Ministerium in Bonn unterschiedlichen Referaten vor ("Südliches Afrika", "Dritte Welt Politik" oder "Osteuropa"). Von 1995 bis 2004 war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn. Er publiziert vor allem kulturwissenschaftliche und kulturhistorische Werke.

VORVERKAUF

Der Eintrittspreis für die Lesung beträgt im Vorverkauf 16 Euro, an der Abendkasse 5 Euro mehr (gilt nicht für die Mitglieder der Diotima Gesellschaft). Schüler/Studenten haben freien Eintritt bei Vorlage ihres Ausweises. Karten können an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden: 

  • Buchhandlung Saabel, Lange Str. 86, Bad Driburg, Tel. 05253 4596
  • Bad Driburger Touristik GmbH, Lange Str. 140, Bad Driburg, Tel. 05253 9894-0
  • Gästeservice Center im Gräflichen Park, Bad Driburg, Tel. 05253 95 23700
  • Buchhandlung Brandt, Westerbachstr. 8, Höxter, Tel. 05271 1233 
  • Buchhandlung Lesbar, Weserstr. 7, Beverungen, Tel. 05273 366922
  • Buchhandlung Bonifatius, Liboristr. 1, Paderborn, Tel. 05251/153142
  • Online über www.eventim.de

Foto: Osten, Peter-Andreas Hassiepen

Mittwoch, 19. Februar 2020 10:55 Uhr

Höxter/Brakel (red). Aufgrund der hohen Nachfrage bietet das Berufskolleg Kreis Höxter am Donnerstag, 27.02.2020 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr einen weiteren Beratungsabend an. Das Schulleitungsteam bietet für interessierte Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte Informationen und Beratung zu sämtlichen Bildungsgängen des Berufskollegs Kreis Höxter an und steht selbstverständlich auch für individuelle Beratungen zu Ihrer Verfügung.

Gerne können Sie sich an diesem Tag direkt für das Schuljahr 2020/2021 anmelden. Eine Terminvereinbarung für die Beratung bzw. die Anmeldung ist an diesem Tag nicht erforderlich. Für die Schwerpunkte Gesundheit, Soziales und Technik wenden Sie sich bitte an den Schulstandort Brakel (Klöckerstraße 10, 33034 Brakel) und für die Schwerpunkte Wirtschaft und Verwaltung an den Schulstandort Höxter (Im Flor 35, 37671 Höxter).

Das Berufskolleg Kreis Höxter vermittelt Abschlüsse in den verschiedensten beruflichen Bildungsgängen.

Die schulischen Angebote des Berufskollegs Kreis Höxter in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Technik, Wirtschaft und Verwaltung reichen vom Erwerb der Sekundarstufe I-Abschlüsse bis zum Abitur.

Weitere Informationen über Bildungsgänge, Aktivitäten und Schwerpunkte sind auf der Homepage des Berufskollegs www.bkhx.de zu finden.

Blaulicht
Mittwoch, 19. Februar 2020 13:37 Uhr
Auto ausgebrannt - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Dienstag, 18. Februar 2020 10:54 Uhr

Frohnhausen (red). Die Löschgruppe Frohnhausen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Brakel hielt Anfang Februar ihre Jahresdienstbesprechung in der Hegge-Halle ab. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Löschgruppenführer Maik Schulze die anwesenden Ehrengäste, Feuerwehrkameraden und deren Partnerinnen. Der von Andreas Fehr vorgetragene Rückblick auf das vergangene Jahr ließ noch einmal die wichtigsten Einsätze und Termine der Löschgruppe Revue passieren.

Neben den regelmäßig durchgeführten Übungsabenden konnten die Kameraden der Löschgruppe auf 15 Einsätze zurückblicken. Im Anschluss an die vom stellv. Leiter der Feuerwehr der Stadt Brakel Karl Breker vorgestellten Informationen zur Jahresplanung für das Jahr 2020, nahm dieser die Auszeichnungen und Beförderungen für die von den Kameraden der Löschgruppe erbrachten Leistungen des vergangenen Jahres vor.

Steffen Breker, Marius Breker, Paul Dickhausen und Noah Waldeyer nahmen am Lehrgang zur Sprechfunk- und Kartenkunde teil. Michael Schröder und Chris Breker nahmen an einer zweiwöchigen Ausbildung zum Gruppenführer am Institut der Feuerwehr in Münster teil. Jan-Niklas Wittenberg, Daniel Breker und Paul Dickhausen wurden zum Maschinisten ausgebildet. Noah Waldeyer und Julian Förster nahmen am Atemschutzlehrgang teil.
An einer Realbrandausbildung bei der Firma Erhatec in Böblingen nahmen Andreas Fehr und Jan-Niklas Wittenberg teil.
Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze erhielt Marius Breker und das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber erhielten Noah Waldeyer und Steffen Breker. Daniel Breker wurde nach den Richtlinien des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen mit dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold sowie Mathias Fehr wurde mit dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold-25 ausgezeichnet.

Zum Feuerwehrmann wurde Marius Breker befördert. Julian Förster, Paul Dickhausen und Noah Waldeyer wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. David Splett wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Matthias Fehr und Matthias Kröger wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft und treue Dienste im Förderverein der Löschgruppe Frohnhausen ausgezeichnet und Ralf Breker und Rüdiger Förster wurden für 35 Jahre treue Dienste geehrt.
Besonders freuten sich die Mitglieder der Löschgruppe über die Neueintritte Marcel Schulze und Felix Hartmann. Markus Husemann, bereits 1985 der Löschgruppe beigetreten, kehrt nach zwischenzeitigem Wohnortwechsel zurück in den aktiven Dienst der Löschgruppe.

Der Förderverein der Löschgruppe Frohnhausen freut sich des Weiteren über das neue Mitglied Frank Weber. Als Feuerwehrmann des Jahres 2019 wurde Oberfeuerwehrmann Jan-Niklas Wittenberg von der Löschgruppe ausgezeichnet. Durch die zahlreiche Teilnahme an Übungen und Weiterbildungen der Löschgruppe hat der Oberfeuerwehrmann sich für diese besondere Auszeichnung beworben.

Im Anschluss bedankte sich der Fachbereichsleiter Bürgerservice der Stadt Brakel Norbert Loermann für das Engagement der Löschgruppe und der zahlreichen Aktivitäten die im vergangenen Jahr durch die Löschgruppe und der gesamten Feuerwehr Brakel geleistet wurden.

Foto: LG Frohnhausen

Montag, 17. Februar 2020 12:13 Uhr

Bielefeld/Schloß Holte (red). Ein 31-jähriger VW-Fahrer aus Bad Driburg befuhr am heutigen Montag, gegen 7:30 Uhr, den rechten Fahrstreifen der A33 in Richtung Bielefeld. Vor der Abfahrt des Autobahnkreuzes Bielefeld zur A2 bemerkte der Transporter-Fahrer offensichtlich einen bestehenden Rückstau zu spät. Er touchierte den 3er BMW eines 27-Jährigen aus Schloß Holte-Stukenbrock und einen Opel Corsa eines 28-Jährigen aus Hövelhof.

Der Opel Corsa schleuderte durch die Wucht des Zusammenstoßes um seine Achse und stieß anschließend gegen den 5er BMW eines 40-Jährigen aus Schloß Holte-Stukenbrock.

Bei dem Unfall erlitten der 31-Jährige, der 27-Jährige und der 40-Jährige leichte sowie der 28-jährig Hövelhofer schwere Verletzungen. Der Rettungshubschrauber landete für die Erstversorgung auf der A 33. Rettungswagen brachten die Verletzten in Krankenhäuser.

Der Sachschaden wird auf circa 22000 Euro geschätzt. Ein Abschleppwagen transportierte die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge ab. Während der Unfallaufnahme musste für ungefähr eine Stunde die Fahrbahn komplett und für circa 1 ½ Stunden die rechte Fahrspur gesperrt werden. Die Staulänge betrug circa 10 Kilometer.

Montag, 17. Februar 2020 10:57 Uhr

Bad Driburg (red). Einen kurzen, unbeobachteten Moment nutzte offenbar ein bislang unbekannter Täter in Bad Driburg aus, um aus einem parkenden Auto eine Geldbörse zu entwenden. Die 34-jährige Fahrerin eines blauen Ford Fiesta hatte ihren Wagen am Donnerstag, 13. Februar, um 14.45 Uhr an der Caspar-Heinrich-Straße abgestellt. Gegen 15 Uhr war sie zu ihrem Fahrzeug zurückgekehrt. Kurz darauf stellte sie fest, dass aus einer Handtasche, die während dieser Zeit im Auto gelegen hatte, das Portemonnaie mit Bargeld und Karten verschwunden war. Die Polizei bittet um Hinweise von möglichen Zeugen unter Telefon 05271/962-0.

Montag, 17. Februar 2020 09:52 Uhr

Kreis Höxter (red). Bei der jüngsten monatlichen Schwerpunktkontrolle im Kreisgebiet fielen den Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter 113 Verkehrsteilnehmer auf, die zu schnell unterwegs waren. Darunter 28 Geschwindigkeitsverstöße, die sogar im Punktebereich lagen. Der Verkehrseinsatz im Rahmen des Sicherheitsprogramms wurde am Donnerstag, 13. Februar, durchgehend zwischen 6 und 21 Uhr an verschiedenen Stellen im Kreis Höxter durchgeführt.

Trotz des an diesem Tag teilweise sehr schlechten Wetters mit Regen, Wind und Hagelschauern zeigte der Sondereinsatz doch eine relativ hohe Zahl an Geschwindigkeitsverstößen. Hinzu kamen zwölf Gurtverstöße, 16 "Handy"-Verstöße und 19 sonstige Verstöße.

Darunter eine Fahrt mit einem Motorrad, bei der der Fahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Weiterhin festgestellt wurden eine Alkoholfahrt in Bad Driburg und zwei Fahrten unter dem Einfluss von Drogen in Warburg und Bad Driburg. Außerdem wurde in der Zeit von 7 bis 8 Uhr in Brakel-Hembsen an der Grundschule in einem 30er-Bereich die Geschwindigkeit gemessen. Vier Fahrzeugführer fuhren hier schneller als 51 km/h und kassierten damit Punkte.

Politik
Dienstag, 18. Februar 2020 10:35 Uhr
Noch bis zum 1. März anmelden: Fördergelder für kleinere Kulturprojekte im Kreis Höxter
Montag, 17. Februar 2020 11:05 Uhr

Unmittelbar nach der Neuwahl des Vorstandes des SPD-OV Bad Driburg konnte das Thema Aus- und Weiterbildung fortgesetzt werden. Die Vorstandsspitze, bestehend aus Detlef Gehle (6.v.rts), Nadine Nolte (5.v.lks) und Thomas Arens (8.v.lks), reiste nach Bonn um ein Wochenendseminar einer renommierten Stiftung zu besuchen.

Ziel war es, daß bereits erworbene Wissen der unterschiedlichen Themen aus dem kommunalpolitischen Bereich zu vertiefen, zu festigen und erweitern. Inhaltlich wurden Themen wie handelnde Akteure, Funktionsweisen und Steuerungselemente im kommunalen Bereich dargestellt und analysiert. Aber auch die praktische Arbeit in kleinen Gruppen zu Themen aus den Bereichen Prinzipien und Methoden der Zusammenarbeit mit der Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen kamen nicht zu kurz, und seien hier nur stellvertretend genannt.

Die Teilnehmer des SPD-OV Bad Driburg konnten durchaus viele Beiträge und Erfahrungen während des Seminars einbringen, die von der Gruppe und den zwei Seminarleitern positiv aufgenommen und im Forum behandelt wurden. Das Thema Aus- und Weiterbildung wird im SPD-OV künftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen, da sich die Qualität von Herausforderungen der heutigen Zeit deutlich gegenüber denen der Vergangenheit verändert hat, und das oftmals nicht zum Positiven.

Die Sozialdemokrat*innen hier vor Ort werden auf jeden Fall immer das Plädoyer Franz Münteferings beachten in dem er den hohen Stellenwert der Kommunalpolitik hervorhob: "Kommunalpolitik ist nicht ihr Kellergeschoß, sondern tragende Säule der Demokratie. Ich werde immer großen Respekt haben vor denen, die vor Ort versuchen, die großen und die kleinen Dinge zum Nutzen der Menschen zu regeln."

Genau hier, in dieser Aussage wird unsere Hauptaufgabe unverschnörkelt genannt. Der Abschluß des Seminars bestand aus einer Gesprächsrunde mit der stellvertretenden SPDFraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Bonn, Frau Gabi Mayer (9.v.lks). Neben ihrer Biographie und ausgeprägtem Fachwissen zeigte sich, daß die Herausforderungen unserer Städte und Gemeinden nicht weit voneinander abweichen.

Foto: SPD Bad Driburg

Donnerstag, 13. Februar 2020 11:28 Uhr

Bad Driburg (red). „Kein modriger Geruch, klare und angenehme Luft. Das war der erste Eindruck, als wir die alte 'Chefarzt-Villa' der Eggelandklinik betraten“, erklären die Bad Driburger GRÜNEN. „Hier sollte es rein geregnet haben? Hier sollte es überall schimmeln? Die Bausubstanz sollte so verrottet sein, dass ein Abriss unumgänglich sei? Davon haben wir bei unserem Rundgang aber auch gar nichts bemerken können“, führen die GRÜNEN weiter aus.

„Zwar waren böse Buben auf zwei und wohl auch auf vier Beinen unbefugt im Haus und haben Abtönfarbe verteilt und einiges andere hinterlassen. Auch gebrannt hat es tatsächlich. Aber die Dachhaut ist unbeschädigt. An einer Stelle sind Balken zwar verkohlt, aber noch standfest - sie müssten nur ausgetauscht werden. Auch Heizung und Stromanschluss können wieder in Betrieb genommen werden und einige Fenster müssten sicher ausgetauscht werden. Das alles kann aber keine Begründung für den Abriss dieses Gebäudes sein! Im Laufe der Jahre hat es immer wieder Kaufinteressenten gegeben: allerdings wollte das Land NRW das Wohnhaus nicht einzeln verkaufen. Nun soll es nach dem Willen des städtischen Bauamtes abgerissen werden. Wir GRÜNE lehnen das ab. Wir wollen, dass die alte Villa erhalten bleibt“, fassen die Politiker zusammen.

Foto: GRÜNE

Wirtschaft
Mittwoch, 19. Februar 2020 10:35 Uhr
Übergabe des Zuwendungsbescheides: WillKOMMEN.WillBLEIBEN.WillHEIMAT – die Agentur zur Fachkräftesicherung geht an den Start
Dienstag, 18. Februar 2020 09:18 Uhr

Bad Driburg (red). Stress im Job, weniger Zeit im Alltag, immer höhere Anforderungen an sich selbst: "Während es wegen des demografischen Wandels immer mehr ältere Patienten gibt, leiden auch immer mehr junge Leute unter Depressionen, Burn Out oder Suchtproblemen", sagt Dr. Volker Knapczik. Und er weiß, wovon er spricht. Seit 25 Jahren ist der 60-Jährige am St. Josef Hospital in Bad Driburg tätig – 20 Jahre davon leitet er die Klinik für Psychiatrie. und Psychotherapie.

Wer Dr. Volker Knapczik in der zweiten Etage des St. Josef Hospitals über den Weg läuft, begegnet einem herzlichen und aufgeschlossenen Arzt. Ursprünglich, erinnert sich der passionierte Mediziner zurück, wollte er nach seinem Studium als Hausarzt tätig sein. "Nachdem ich jedoch erste Erfahrungen in der Psychiatrie gesammelt hatte, war schnell klar, dass ich auch in diesem Bereich arbeiten möchte. Die Arzt-Patienten-Beziehung ist intensiv, es bleibt mehr Zeit für Gespräche", sagt der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Mit seiner zusätzlichen neurologischen Facharztausbildung hat der Chefarzt auch die körperlichen Probleme seiner Patienten im Blick und arbeitet bei Bedarf mit den somatischen Abteilungen im St. Josef Hospital eng zusammen. Dr. Knapczik: "Unsere Psychiatrie ist die einzige im Kreis Höxter und gewährleistet die Pflichtversorgung für die Bevölkerung."

Neue therapeutische Ansätze
Warum immer mehr junge Leute psychologische Hilfe und Orientierung suchen, liegt für Dr. Volker Knapczik klar auf der Hand: "Schützende Systeme wie Familie oder Nachbarn sind im Vergleich zu früher oft nicht mehr vorhanden", sagt er, "vor allem wegen häufiger Arbeitsplatz- oder Wohnortwechsel haben die Menschen weniger stabile soziale Kontakte vor Ort, die ihnen in emotional schwierigen Situationen helfen können."

So wie die psychologischen Herausforderungen und Krankheitsbilder sich in den vergangenen 25 Jahren gewandelt haben, so haben sich auch die Therapieformen entwickelt: Ausgehend von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie haben sich bis heute zahlreiche weitere Psychotherapie-Verfahren etabliert und werden von kreativ-therapeutischen Ansätzen wie Kunst- oder Musiktherapie ergänzt. Und auch bei der medikamentösen Behandlung der Patienten gibt es heute mehr Möglichkeiten – und weniger Nebenwirkungen.

20 Ärzte und Psychologen
Die besondere architektonische Gestaltung der Klinik schafft eine warme, angstfreie und beziehungsfördernde Atmosphäre und ermöglicht ein harmonisches Miteinander. Dr. Volker Knapczik: "Grundsätzlich leben wir unser Konzept der "offenen Türen": Durch die räumliche Nähe haben unsere Tagesklinikpatienten Zugang zum gesamten Therapiespektrum der psychiatrischen Abteilung. Zudem können stationär behandelte Patienten frühzeitig in eine Therapiegruppe integriert werden, in der sie die Behandlung als Tagesklinikpatient fortsetzen und so bei ihrem vertrauten Therapeutenteam bleiben können." Das Team, bestehend aus 20 Ärzten und Psychologen, behandelt jährlich etwa 1500 Patienten stationär und 2000 Fälle ambulant.

Der Zeit angepasst
Dr. Volker Knapczik blickt mit Stolz auf die vergangenen Jahre als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zurück. "In dieser Zeit wurden die Betten aufgestockt, es wurde renoviert, ein neuer Anbau für therapeutische Maßnahmen errichtet und mehr Therapien angeboten", sagt er. Die Klinik habe sich der Zeit angepasst und weiterentwickelt. "Aber: Ich hatte damals das Glück, dass die Abteilung unter meinem Vorgänger und Gründer der Klinik (1968), Dr. Hanns Philipzen,  so gut aufgestellt war und es tolle und engagierte Mitarbeiter gab und gibt. Auf diesem guten Fundament konnte ich aufbauen", erinnert sich Dr. Knapczik, der sich darüber hinaus als erster Vorsitzender des Vereins "Nachbarn e.V." im Kreis Höxter für die Integration und Freizeitaktivitäten psychisch kranker Menschen einsetzt. Mitglied im Kuratorium der Stiftung INTEGAußerdem engagiert er sich im Kuratorium der Stiftung Integ.

Foto: KHWE

Samstag, 15. Februar 2020 12:37 Uhr

Kreis Höxter (red). Probieren geht über Studieren – Unter diesem Motto hat der Verein Natur und Technik einen spannenden neuen Workshop rund um das Arbeitsfeld Elektronik organisiert. Dabei können die Teilnehmer selbst zum Lötkolben greifen und werden dabei von Profis angeleitet. Schulen, die den Workshop für einzelne Schülergruppen anbieten möchten, können ihn kostenlos beim Verein buchen.

Maurice zeigt seinen „elektrischen Würfel“. Auf einer Platine blinken viele kleine LEDs. Sie zeigen an, wie viele Augen „gewürfelt“ wurden. Zusammengebaut wurden diese etwas ungewöhnlichen Würfel von Schülern der Jahrgangsstufe acht der Sekundarschule Höxter im Rahmen eines Projektes, das vom Verein Natur und Technik ins Leben gerufen wurde. Maurice ist einer der ersten, der seinen Bausatz zusammengebaut und gelötet hat. „Ich habe vorher schon mit meinem Vater gelötet, zum Beispiel Sachen für den Computer“, erklärt Maurice. „Da wusste ich, wie man richtige Lötpunkte setzen muss“.

Die anderen Schüler haben dies erst gelernt. „Das hat mir richtig Spaß gemacht“, berichtet Levin. „Das Zusammenbauen war ganz einfach, da man auf der Platine gut erkennen kann, welches Bauteil wohin kommt. Nur beim Löten muss man etwas aufpassen, dass die Lötstelle nicht zu heiß wird oder man sich die Finger verbrennt.“

Unterstützung beim Zusammenbau des Würfels haben die Schüler vom Elektro-Ingenieur Werner Kraus erhalten, der den Workshop leitete. „Die Elektronik gewinnt im heutigen Alltag immer mehr an Bedeutung. In fast allen Geräten des täglichen Gebrauchs ist Elektronik enthalten. Die Schüler müssen frühzeitig einen Zugang hierzu erhalten und die praktischen Komponenten durch selbstständiges Experimentieren und Ausprobieren besser verstehen“, erläutert Kraus. „Die praktischen Komponenten der Elektronik, wie zum Beispiel Löten, können vielfach im normalen Unterricht gar nicht so vertieft aufgegriffen werden.“

Daher hat der Verein Natur und Technik gemeinsam mit Kraus, der seit September ehrenamtlich für den Verein tätig ist, einen fünfstündigen Workshop konzipiert, bei dem die Schüler einen Bausatz für einen elektronischen Würfel zusammen bauen. „Konkret bestücken sie eine Platine mit passiven und aktiven elektronischen Bauteilen wie Kondensatoren, Widerständen, Transistoren, Dioden, LEDs oder Digital IC“, führt Kraus aus. „Nebenbei erkläre ich den Schülern die Funktion der Schaltung und wofür man zum Beispiel Widerstände überhaupt benötigt.“

Der Workshop soll den Schülern noch einmal einen anderen Blick auch auf den Beruf des Elektronikers ermöglichen. „Wir würden daher gerne Elektro-Betriebe oder auch engagierte Elektroniker im Ruhestand an den Workshops beteiligen und ihnen die Möglichkeit geben, interessierten Jugendlichen ihren Beruf vorzustellen und ganz nebenbei den künftigen Azubis von morgen über die Schulter zu schauen“, wünscht sich Vereinsvorsitzende Petra Spier hinzu.

Der Workshop kann ab sofort von weiterführenden Schulen im gesamten Kreisgebiet gebucht werden. Er wird an den jeweiligen Schulen durchgeführt und ist für die Schulen kostenlos. „Wir haben den Workshop bereits an anderen Schulen durchgeführt und weitere konkrete Anfragen vorliegen“, berichtet Caroline Rieger, die das Projekt beim Verein Natur und Technik koordiniert. „Wir würden uns freuen, wenn wir noch weitere Schulen und Interessierte mit diesem Angebot zur vertieften Berufsorientierung erreichen würden“, fügt Dominic Gehle, Leiter der Abteilung Bildung und Integration beim Kreis Höxter, hinzu. Spezifische Anforderungen an die Durchführungsorte bestehen nicht. Der Dozent bringt alle Materialien mit, die zum Zusammenbau und zum Löten der Bausätze erforderlich sind. Deren Anschaffung wurde im Rahmen des EFRE-Projektes „Einbindung von KMU über MINT-Programme“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Interessierte Schulen, die einen Workshop buchen möchten, sowie Elektro-Betriebe oder auch pensionierte Elektroniker, die die Durchführung eines Workshops unterstützen möchten, erhalten weitere Informationen bei Caroline Rieger (rieger@natur-und-technik.org, 05271-965-3614).

Sport
Dienstag, 18. Februar 2020 09:15 Uhr
Neue T-Shirts für die Ruderinnen und Ruderer am Schiedersee - BeSte Stadtwerke unterstützen Ruderclub Schieder am Emmerstausee von 1985 e.V.
Dienstag, 11. Februar 2020 11:11 Uhr

Brakel (red). Einen hauchdünnen, jedoch absolut verdienten 4,5:3.5 Erfolg feierten die Denksportler aus Brakel und Bad Driburg in der Schachverbandsliga gegen den bis dato Spitzenreiter Bielefeld / Brake. Erst nach sage und schreibe sechseinhalb Stunden konnten Matthias Fischer und „man of the match“ Peter Stromberg den spektakulären Mannschaftssieg eintüten. „Erneut mussten wir auf zwei wichtige Stammspieler verzichten, was die Sache nicht einfacher zu machen schien. Dennoch haben wir es heute sehr gut gemacht“, berichtet Mannschaftsleiter Dieter Klahold. Als Aufsteiger hat man nach gespielten sechs Runden und hervorragenden 8:4 Punkten mehr als nur Kontakt zur Tabellenführung, da man nur einen Punkt hinter dem Bielefelder SK liegt, den man selbst schon geschlagen hat.

Nach dem Auftaktremis von Benjamin Becker an Position acht gleich die erste Überraschung am Spitzenbrett, da Steffen Beyer nach einem kapitalen Fehler seines Gegners die Partie ganz locker zur Führung nach Hause brachte. Dann aber setzte es eine mehr als unnötige Niederlage von Dieter Klahold an Brett vier, der eine gewinnbringende Kombination nach nur 15 Zügen übersah und auch das Turmendspiel falsch abwickelte. Postwendend remisierte Walter Holl an Position fünf in einem Endspiel mit „ungleichen“ Läufern gefahrlos zum 2:2. Daraufhin stellte Alexander Paul an Brett sechs mit einem gewonnenen Bauernendspiel nochmals die Führung her, die aber Alexander Schmidt am zweiten Brett sodann wieder hergeben musste, da er dem druckvollen Spiel seiner Gegnerin nichts mehr entgegenzusetzen hatte.  3:3 lautete der Zwischenstand und die Verantwortung lag nun bei Matthias Fischer und Peter Stromberg an den Brettern drei und sieben. In einer hochdramatischen und absolut hochklassigen Partie reklamierte Fischer auch mit Blick auf die Gewinnstellung von Peter Stromberg eine „dreimalige Stellungswiederholung“, was einem forcierten Remis zum 3,5:3,5 entspricht. Seine Einschätzung stellte sich dann auch als goldrichtig heraus, da Stromberg nichts mehr anbrennen ließ und sein Endspiel ganz sicher zum recht überraschenden 4,5 :3,5 Mannschaftssieg abwickelte.

„Gleich sechs Mannschaften - darunter auch wir - können sich noch berechtigte Hoffnung auf den Aufstieg in die Regionalliga machen, da alle Mannschaften nur durch einen einzigen Punkt voneinander getrennt sind. Zunächst gilt es aber, gegen das Schlusslicht Heepen am 8. März erfolgreich zu sein“, so der Brakeler Mannschaftsleiter. Gleichzeitig weisen die Schachfreunde auch auf Ihre Trainingsabende immer donnerstags ab 18.45 im Seminartrakt der Stadthalle Brakel hin, zu denen interessierte Gäste immer herzlichst willkommen sind

Donnerstag, 06. Februar 2020 11:15 Uhr

Neuenheerse (red). Nachdem man zuvor in der Pfarrkirche St. Saturnina die Schützenmesse gefeiert hatte, trafen sich am Samstag, dem 25. Januar die Schützen der Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian Neuenheerse e. V. in der Nethehalle zur diesjährigen Mitgliederversammlung.

Oberst Dirk Garbowsky begrüßte besonders den amtierenden Schützenkönig Michael Böhler und bedankte sich bei ihm, seiner Königin und dem Hofstaat für ein tolles Schützenfest 2019. Neben den üblichen Regularien blickte er auch kurz auf das letzte Jahr zurück. Hier stand u. a. die Renovierung des Schießstandes im Vordergrund.

Er bedankte sich für die Unterstützung bei allen freiwilligen Helfern und hob hier besonders die Schützenbrüder Hubertus Heising, Johannes Hesse, Jörg Komm und Michael Meyer hervor. Auch gab es Anträge, die auf der Mitgliederversammlung diskutiert und verabschiedet wurden, so wird der Mitgliedsbeitrag auf € 36,- erhöht und die Schützenbrüder haben zukünftig die Möglichkeit, für ihre Schießleistungen die Leistungsabzeichen des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften zu erlangen.

Nachdem es im letzten Jahr diverse Rücktritte innerhalb des Vorstandes gab, wurden Michael Meyer (Feldwebel-Oberdorfkompanie), Stefan Georg (Fähnrich Oberdorf), Dustin Brosig und Marc Rustemeier (beide Fahnenoffzier-Oberdorf) sowie Niels Pastoors (Fahnenoffizier-Unterdorf) auf die vakanten Posten gewählt. Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger und verdienter Schützenbrüder. Außerdem zeichnete der Vorstand zahlreiche Mitglieder mit den errungenen Schießkordeln und Schießurkunden aus. Die Namen aller geehrten Schützen findet man auch auf der Homepage www.schuetzenneuenheerse.de

Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung saßen die Schützenbrüder noch einige Stunden gemütlich beisammen.

Foto: Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian Neuenheerse e.V.

Panorama
Mittwoch, 15. Januar 2020 11:57 Uhr
PB: Unbekannter Mann schlägt 13-Jährigen nieder - Polizei sucht Zeugen
Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr

Düsseldorf (red). Die Landesregierung untermauert ihr finanzielles Engagement für die jüdischen Gemeinden: 3,4 Millionen Euro werden in 2020 für „Neubaumaßnahmen nebst Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen“ bereitgestellt.

„Die finanzielle Förderung ist Ausdruck der Verbundenheit, die die Landesregierung zu den jüdischen Gemeinden unterhält. Wir freuen uns, dass heute jüdisches Leben mit neuen Gemeindezentren und Synagogen sichtbar in unserem Land vertreten ist und Heimat findet“, erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. „Die Unterstützung der jüdischen Gemeinden ist zugleich Ausdruck der Wertschätzung und Solidarität, die uns mit den jüdischen Verbänden verbindet.“ Über die Verteilung der Mittel untereinander entscheiden die Empfänger selbst. Sie müssen mittels eines Testats eines Wirtschaftsprüfers die korrekte Verwendung der Gelder belegen.

Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Koordinator für die Mittelverwendung, unterstreicht die Bedeutung der finanziellen Unterstützung: „Die Förderung durch das Land ist Ausdruck der Verbundenheit mit uns. Dafür sind wir dankbar, denn die Modernisierungen und Neubauten ermöglichen es, dem vielfältigen jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen erweiterte beziehungsweise neue Möglichkeiten zu eröffnen.“

Von Aachen bis Unna reicht die Liste der rund 40 Projekte. Konkret wurden beziehungsweise werden jüdische Gemeindezentren saniert und ausgebaut, aber auch der Umbau einer ehemaligen Kirche in eine Synagoge mit Gemeindezentrum gefördert.

Hintergrund

Die Unterstützung des jüdischen Glaubens hat Tradition. Bereits 1992 wurde zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Verbänden ein Vertrag geschlossen, mit dem sich das Land verpflichtet, die jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. 2017 wurde der fünfte Änderungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, dem Landesverband Jüdischer Gemeinden von Westfalen-Lippe, der Synagogen Gemeinde Köln sowie dem Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Seitdem stehen Mittel des Landes bereit, um jüdische Einrichtungen zu renovieren oder neu zu errichten. Der Förderbetrag erhöht sich jährlich bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages im Jahr 2028 um je 200.000 Euro bis zur Höchstfördersumme von fünf Millionen Euro. Unabhängig davon stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung weiterhin Mittel für die baulich-technischen Sicherungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen bereit.

Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

Dienstag, 14. Januar 2020 10:11 Uhr

Paderborn (red). Jedes Jahr bietet das Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn Platz für zwei engagierte und motivierte junge Menschen, die sich ein Jahr lang in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen sowie sich selbst weiterentwickeln möchten. Der Einsatz erfolgt im Arbeitsfeld der Jugendverbandsarbeit. Die Begleitung und Verwaltung der Einsatzstelle erfolgt über das Diakonische Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Freiwilligen sind Teil des Teams des Jugendreferates und lernen unterschiedliche Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis kennen. Dazu gehören Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen in den Gemeinden und die Schulungen, Freizeiten und Aktionen des Jugendreferats. Im Laufe des Jahres übernehmen die Freiwilligen dabei immer mehr Verantwortung und können eigene kreative Ideen mit in die Arbeit einbringen. Die Arbeit wird intensiv begleitet von einer Praxisanleitung.

Über das Jahr verteilt werden mehrere Seminare des Diakonischen Jahres angeboten. Diese dienen der Reflexion der Arbeit und der Persönlichkeitsbildung. Das Diakonische Jahr beginnt in der Regel nach den Sommerferien. Die Bewerbungen sind noch bis zum 31. Januar 2020 möglich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Jugendreferates unter www.juenger-paderborn.de und unter www.diakonisches-jahr-westfalen.de

Telefonische Rückfragen können gerne unter (05251) 5002-10 an den geschäftsführenden Jugendreferenten Oliver Schwarz gestellt werden.

Donnerstag, 02. Januar 2020 14:33 Uhr

Krefeld (red). Die Krefelder Strafverfolgungsbehörden haben den verheerenden Brand im Krefelder Zoo weitestgehend geklärt. Das Feuer ist durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden. Drei Frauen hatten in der Silvesternacht zuvor fünf von diesen aufsteigen lassen und sich nach der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Krefeld gemeldet. Die Kriminalpolizei konnte bisher vier dieser Himmelslaternen in der Nähe des Affenhauses sicherstellen. Bei der fehlenden fünften Laterne handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Laterne, die den Brand ausgelöst hat. Die Frauen hatten die Laternen zuvor im Internet bestellt. In ihren gestrigen Vernehmungen hatten sie angegeben, dass sie kein Hinweis auf ein Verbot gefunden haben. Mit dem schlimmen Folgen hätten sie nicht gerechnet. Sie gaben nachvollziehbar an, dass ihnen das Geschehen unendlich Leid tue. Bei den Frauen handelt es sich um eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern im Alter von 30 bis 60 Jahren. Gegen die Krefelderinnen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Foto: Polizeipräsidium Krefeld

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