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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Samstag, 27. Februar 2021 10:33 Uhr
Corona im Kreis Höxter: 13 Neuinfektionen/ Inzidenzwert bei 55,615
Samstag, 27. Februar 2021 10:10 Uhr

Kreis Höxter (r). Erstmals nach vier Monaten ist die Inzidenz im Kreis Höxter am Donnerstag, 25. Februar 2021, kurzzeitig unter die wichtige Marke von 50 gefallen. „Das zeigt, dass unsere Schutzmaßnahmen greifen. Doch es ist zu früh, von einer stabilen Entwicklung zu sprechen“, sagt Landrat Michael Stickeln mit Blick auf den erneuten Anstieg der Inzidenz auf 53 am Freitag. „Die schwankende Inzidenz macht deutlich, dass wir noch nicht über den Berg sind“, so Stickeln. Mit einem Wert über 50 gilt der Kreis Höxter weiterhin als Risikogebiet.

„Die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt sich gegenwärtig nicht vorhersehen. Besondere Sorgen bereitet uns die zunehmende Verbreitung der britischen Variante des Coronavirus“, betont der Leiter des Gesundheitsdienstes beim Kreis Höxter, Dr. Wilfried Münster. Erstmals wurde die britische Variante B.1.1.7 am 15. Februar im Kreis Höxter nachgewiesen. Bis Freitag, 26. Februar (Stand: 14 Uhr), wurden dem Gesundheitsamt bereits 23 laborbestätigte Nachweise der britischen Variante gemeldet. „Diese Variante gilt als deutlich ansteckender als das bisherige Virus. Trotz sinkender Inzidenz bleibt die Lage deshalb weiter angespannt“, so Dr. Münster. Offen sei auch, wie sich die teilweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs auswirken werde.

Vor dem Hintergrund der schwankenden Inzidenz, die derzeit über dem Schwellenwert von 50 liegt, hat der Krisenstab des Kreises Höxter in Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium am Freitag entschieden, die bis Sonntag geltende Allgemeinverfügung um zunächst eine Woche verlängern.

Voraussichtlich bis zum 7. März 2021 gelten im Kreisgebiet folgende Regelungen:

  • Bei privaten Zusammenkünften dürfen sich die Angehörigen des eigenen Hausstandes mit einem Angehörigen eines weiteren Hausstandes treffen. Diese Beschränkung gilt ausdrücklich auch für Wohnungen. Davon ausgenommen sind nur betreuungsbedürftige Kinder, sofern sie einem gemeinsamen Haushalt angehören.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner, die in vollstationären Alten- und Pflegeeinrichtungen im Kreis Höxter leben, dürfen nur noch Besuch von einer Person pro Tag erhalten. Besuche sind nur zulässig, wenn die Besuchsperson an jedem Besuchstag vor ihrem Besuch einen PoC-Antigen-Schnelltest mit negativem Testergebnis vorweist.

„Mit diesen Schutzmaßnahmen verfolgen wir das Ziel, die Infektionen im Kreis Höxter noch weiter einzudämmen“, erklärt Landrat Stickeln. „Wir haben es durch gemeinsame Anstrengungen geschafft, dass die Inzidenz in den letzten sieben Wochen deutlich gesunken ist“, dankt er allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch die Einhaltung der Regeln dazu beigetragen, Ansteckungen zu vermeiden. Seit dem 25. Oktober 2020 liegt die Inzidenz mit Ausnahme des Donnerstags durchgehend über dem Schwellenwert von 50. Am 11. Januar lag die Inzidenz im Kreis Höxter noch bei 261.

Landrat Michael Stickeln bittet die Bevölkerung deshalb im Sinne der nachhaltigen Eindämmung der Pandemie um Verständnis für die weiterhin kontaktreduzierenden Maßnahmen, um unter Umständen möglichst zeitnah verantwortungsvoll über auch regionale Öffnungsszenarien entscheiden zu können.

 

Freitag, 26. Februar 2021 09:36 Uhr

Kreis Höxter (r). Im Kreis Höxter waren bis zum 26. Februar 2021 (Stand: um 0 Uhr) 3.864 laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst (16 bestätigte Infektion mehr als am Vortag). Davon gelten 3.594 Personen als genesen (Sechs Personen mehr als am Tag zuvor) und 145 Personen als noch aktiv infiziert (Sieben Personen mehr als am Vortag). Drei weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet waren, sind verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 125 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut am 26. Februar 52,763 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 59 (+4) 
  • Beverungen 2 (+1)
  • Borgentreich 5 (-1) 
  • Brakel 28 (+4) 
  • Höxter 14 (-1) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 5 (+2) 
  • Steinheim 7 (-3) 
  • Warburg 13 (+1) 
  • Willebadessen 11 (0)
Donnerstag, 25. Februar 2021 12:49 Uhr

Kreis Höxter (r). Corona sorgt für Einbruch im heimischen Tourismus: Den Kreis Höxter haben im vergangenen Jahr nur noch rund 160.000 Gäste besucht – ein Minus von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank um 34 Prozent auf 761.000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. „Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll“, so Armin Wiese, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn. Am 3. März verhandeln Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen.

„Hotels, Pensionen, Restaurants und Kneipen sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit“, betont Wiese. Entscheidend seien hierbei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. „Die Beschäftigen haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können, um sich zu schützen und den Gästen ein sicheres Restauranterlebnis zu ermöglichen“, so die NGG.

Viele Hotels und Gaststätten könnten auf bewährte Maßnahmen zurückgreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Firmen müssten neben den Gästen auch das Personal bestmöglich schützen. Dazu gehörten unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Beschäftigte und die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeiten.

Zugleich sieht die Gewerkschaft die Politik in der Pflicht, die Einkommenseinbußen der Beschäftigten in Kurzarbeit auszugleichen. „Wer das Gastgewerbe über viele Monate schließt, muss auch die Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedenken. Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat“, so Wiese. Selbst wenn Hotels und Gaststätten schrittweise wieder öffnen dürften, sei ein Großteil der Beschäftigten noch monatelang auf das Kurzarbeitergeld angewiesen. Ohne eine Aufstockung kämen die Menschen damit aber nicht länger über die Runden.

Foto: NGG

Donnerstag, 25. Februar 2021 10:45 Uhr

Kreis Höxter (r). Im Kreis Höxter waren bis zum 25. Februar 2021 (Stand: um 0 Uhr) 3.848 laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst (14 bestätigte Infektion mehr als am Vortag). Davon gelten 3.588 Personen als genesen (Sieben Personen mehr als am Tag zuvor) und 138 Personen als noch aktiv infiziert (Sieben Personen mehr als am Vortag). Keine weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet war, ist verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 122 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut am 25. Februar 47,058 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 55 (+8) 
  • Beverungen 1 (0)
  • Borgentreich 6 (0) 
  • Brakel 24 (-1) 
  • Höxter 15 (+2) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 3 (-1) 
  • Steinheim 10 (-1) 
  • Warburg 12 (0) 
  • Willebadessen 11 (0)
Region Aktiv
Samstag, 27. Februar 2021 12:15 Uhr
Kino leuchtet! Am Sonntag um 19 Uhr.
Freitag, 26. Februar 2021 14:19 Uhr

Höxter/Holzminden/Northeim (TKu/OTS). Die Polizei Weserbergland informiert: Am 1. März beginnt für Motor- und Elektroroller sowie versicherungspflichtige Elektrofahrräder (u.a. Kleinkrafträder, E-Scooter, elektrische Krankenfahrstühle) das neue Versicherungsjahr. Das Kennzeichen für 2021 ist blau – und gibt's wie bei E-Scootern jetzt auch als Folie statt aus Blech. Bislang bestand das Versicherungskennzeichen für Kleinkrafträder ausschließlich aus Blech bzw. Aluminium. Jetzt sind die Kennzeichen auch als Klebefolie zugelassen, die auf eine Trägerplatte aus Kunststoff aufgeklebt wird. So muss jedes neue Jahr immer nur die Klebefolie ausgetauscht werden, die Trägerplatte kann weiterverwendet werden. An dem Pilotprojekt des Bundesverkehrsministeriums, an dem viele Versicherer (nicht alle) teilnehmen, soll nun geklebt anstatt geschraubt werden. Für E-Scooter und Segways gibt es Versicherungskennzeichen ohnehin nur als Folienkennzeichen.

Foto: Simone Kube

Freitag, 26. Februar 2021 11:03 Uhr

Brakel (r). Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Zweigstelle Paderborn und Höxter, die Stadt Brakel und der Einzelhandelsverband OWL laden zu der digitalen Veranstaltung „Digitale Sichtbarkeit – wie erreiche ich meine Kunden?“ ein. Die Online-Veranstaltung von Thomas Dickenbrok, Digitalcoach des Handelsverbandes Ostwestfalen-Lippe, liefert am Mittwoch, 03. März 2021 in der Zeit von 19.00 bis 20.30 Uhr wichtige Impulse für den stationären Handel. Den Link zur Anmeldung finden Sie unter https://www.ostwestfalen.ihk.de/veranstaltungen/detailansicht/Event/digitale-sichtbarkeit-wie-erreiche-ich-meine-kunden/

 

Freitag, 26. Februar 2021 11:00 Uhr

Brakel (red). Der Pfarrgemeinderat der Heggedörfer hat ab dem ersten Sonntag der Fastenzeit, 21. Feb. 2021 einen Kreuzweg entlang der Wegekreuze in den Ortsteilen Auenhausen, Frohnhausen und Hampenhausen eingerichtet. 17 Kreuze werden dazu von Mitgliedern der Gemeinden geschmückt. Eine Liste mit den Stationen der Wegekreuze sowie ein vorbereiteter Kreuzweg liegt an der Informationspinnwand hinten in der Kirche St. Bartholomäus aus. Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen, insbesondere an den Sonntagen der Fastenzeit die Kreuzwegstationen entlangzugehen."

Foto: privat

Donnerstag, 25. Februar 2021 09:51 Uhr

Paderborn/Kollerbeck (red). Im Fall der 79-jährigen ertrunkenen Mutter des 54-jährigen Rüdiger W. (Name geändert) ist nun ein Urteil am Schwurgericht in Paderborn gefallen. Am 11. August des vergangenen Jahres war in Kollerbeck die 79-Jährige leblos in der Badewanne entdeckt worden. Es handelte sich bei der Verstorbenen um die pflegebedürftige Mutter des 54-jährigen Angeklagten Rüdiger W.. Da die Todesursache vor Ort nicht eindeutig festzustellen war und sich Ungereimtheiten ergeben haben, wie die alte Dame zu Tode kam, wurde die Polizei hinzugezogen. Der Angeklagte Rüdiger W. habe sich noch am selben Tag vor der Polizei in Widersprüche verstrickt, woraufhin er festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Bielefeld überstellt worden war in die Untersuchungshaft. Die Mutter sei ertrunken, das habe auch die eingeleitete Obduktion eindeutig ergeben. Rüdiger W. habe seine 79-jährige Mutter mit einem Badewannenlift in die Wanne gehoben und alleine gelassen, so dass sie unterging und ertrank, das steht fest. Spontan hatte Rüdiger W. der Notärztin erzählt, dass er seine Mutter gebadet und sie nur kurze Zeit allein in der Badewanne mit Wasser zurückgelassen habe. Von dieser Geschichte war er allerdings einen Tag später wieder abgerückt. In einer zweiten Version erzählte der 54-Jährige, dass er seine Mutter morgens bereits tot im Bett vorgefunden habe. Weil sie jedoch unter sich gemacht habe und er seine tote Mutter aus diesem Grund sauber machen wollte, habe er sie in der Wanne abduschen wollen. Erst danach habe er den Notarzt verständigt. Die Gerichtsmedizin hat aber festgestellt, dass der Tod durch Ertrinken eingetreten sei.

Nach drei Verhandlungstagen vor dem Schwurgericht des Landgerichts Paderborn wurde nun festgestellt: „Es war ein furchtbarer Unglücksfall", wie der vorsitzende Richter Eric Schülke erklärte. Richter Schülke konnte kein Motiv von Rüdiger W. feststellen. Er habe sein Leben für die Pflege der Mutter aufgegeben, bis zur Selbstaufgabe. Sicher sei, das er seine Mutter an dem besagten Tag in die Wanne gesetzt habe und das Bad verlassen habe. Die Mutter habe, wenn auch in sehr eingeschränktem Maße, noch über einige Fähigkeiten verfügt, so die Auffassung des Gerichts. Der Angeklagte habe darauf vertraut, dass alles gut gehen werde, so Richter Eric Schülke. Das Urteil laute deshalb auf „fahrlässige Tötung“. Die Strafe wurde auf zwei Jahre Freiheitsstrafe festgesetzt, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Zudem muss er 200 Sozialstunden ableisten. Hätte der Angeklagte gleich reinen Tisch gemacht, wären ihm wohl sechs Monate in U-Haft wegen des schweren Verdacht auf Totschlags durch Unterlassen erspart geblieben, so das Gericht.

Oberstaatsanwalt Ralf Meyer erkannte dem Angeklagten Rüdiger W. an, dass er seine Mutter viele Jahre „aufopferungsvoll" gepflegt habe, die sogar die Aufgabe seines Berufes als IT-Techniker beinhaltet. Meyer beurteilt die Tat jedoch anders: Rüdiger W. habe schlichtweg in Kauf genommen, dass seine Mutter in der Badewanne ertrinkt. Als Motiv für für die Tat nannte Meyer, dass Rüdiger W. schlichtweg mit der Pflege überfordert gewesen sei. Als weiteres Motiv nannte der Oberstaatsanwalt das Erbe, was in Aussicht gestanden habe, darunter auch das Wohnhaus in Kollerbeck. Oberstaatsanwalt Ralf Meyer hatte deshalb für den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Jahren gefordert. Wenn die Anklage nicht in Revision geht, könnte das Urteil demnächst rechtskräftig werden.

Foto: red

Blaulicht
Samstag, 27. Februar 2021 10:16 Uhr
Verletzte Person nach Auffahrunfall
Freitag, 26. Februar 2021 09:12 Uhr

Bosseborn (red). Bekommt Wilfried W. die Sicherheitsverwahrung? Das Urteil gegen den mittlerweile 51 Jahre alten Wilfried W. liegt mehr als zwei Jahre zurück. Nun kommt wieder Bewegung in den Mordfall von Bosseborn. Die Staatsanwaltschaft Paderborn prüft derzeit, ob sie die nachträgliche Sicherungsverwahrung beantragen kann, weil sie annimmt, dass der Verurteilte gefährlicher sei, als bei der Urteilsverkündung angenommen.

Nach einer Entscheidung des Landgerichts Münster ist der zu elf Jahren Haft verurteilte Wilfried W. nicht vermindert schuldfähig wegen einer "intellektuellen Minderbegabung", wie das Landgericht Paderborn nach einem Gutachten in seinem Urteil 2018 zunächst festgestellt hatte. Die Strafvollstreckungskammer hatte einen neuen Gutachter beauftragt. Der fand keine psychischen Störungen, die sich auf seine Steuerungsfähigkeit auswirken würden. Der Verurteilte könne Recht und Unrecht unterscheiden, hieß es im vergangenen Jahr in der Begründung des Gerichts. In einer Psychiatrie bei Münster, wo der Verurteilte eine Zeit lang untergebracht war, waren bei einer vorgeschriebenen regelmäßigen Überprüfung Zweifel an der verminderten Schuldfähigkeit des Mannes aufgekommen. Nach einer gerichtlichen Anhörung wurde Wilfried W. schließlich von Münster in die Justizvollzugsanstalt Hagen verlegt. Es soll ein neues Gutachten und einen neuen Prozess geben. Von der Neuaufrollung des Falles erhofft sich das Gericht Antworten zu erhalten, wie gefährlich der 51-Jährige wirklich ist und ob weitere schwere Straftaten zu erwarten sind. Der Anwalt von Wilfried W. hingegen ist sich sicher, dass sein Mandant nicht in die Sicherheitsverwahrung gehöre. 

Über Jahre hinweg hatten Wilfried und Angelika W. Frauen mit Kontaktanzeigen in das 2016 als „Horrorhaus“ Bosseborn bekannt gewordene Heim gelockt und dort seelisch und körperlich schwer misshandelt. Zwei Frauen aus Niedersachsen überlebten die Qualen nicht. Eine Frau starb in einem Krankenhaus, beim zweiten Opfer fanden die Ermittler keine Leiche mehr. Wie Angelika W. selbst aussagte, hatten sie und ihr Ex-Mann die Leiche der Frau eingefroren, zersägt, verbrannt und die Asche anschließend im Winter an den Straßenrändern des Dorfes verstreut. In einem Prozess wurde Angelika W. 2018 vom Gericht unter anderem wegen Mordes durch Unterlassen zu 13 Jahren Haft. Wilfried W. wurde zu elf Jahren verurteilt.

Foto: Thomas Kube

Donnerstag, 25. Februar 2021 09:41 Uhr

Brakel (r). Vier Euro-Paletten, die zur Dekoration vor einer Gaststätte in Brakel aufgestellt waren, sind verschwunden. Unbekannte Diebe haben die Paletten im Wert von rund 100 Euro offenbar in dem Zeitraum zwischen Donnerstag, 18. Februar, ab 12.30 Uhr bis Sonntag, 21. Februar, um 14 Uhr, von ihrer Position in der Straße "Hanekamp" in der Brakeler Innenstadt entwendet. Der Diebstahl wurde zur Anzeige gebracht, die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise durch Zeugen, die in den fraglichem Zeitraum womöglich Beobachtungen gemacht haben. Hinweise direkt an die Polizei in Höxter, Telefon 05271/962-0.

Dienstag, 23. Februar 2021 16:23 Uhr

Warburg/ Kreis Höxter (r). Die Polizei stellte am Montag, 22. Februar, in Warburg und Borgentreich sieben Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fest. Die Polizei kontrollierte gegen 14:00 Uhr in Warburg am Paderborner Tor einen BMW. Gegen die drei Insassen im Alter von 21 bis 43 Jahren, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen und aus unterschiedlichen Haushalten stammten, wurden Anzeigen wegen Vorstoßes gegen die Coronaschutzverordnung gefertigt. Einer der Männer zeigte sich besonders uneinsichtig hinsichtlich des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes. Gegen 18:30 Uhr kontrollierte die Polizei in Borgentreich am Platz der Stadt Rue vier Erwachsene, die ebenfalls gegen die Coronaschutzverordnung verstießen.

Dienstag, 23. Februar 2021 09:18 Uhr

Bad Driburg/ Kreis Höxter (r). Am Freitag, 19. Februar, wurde in Bad Driburg ein Quadfahrer bei einem Unfall schwer verletzt. Ein 41-Jähriger fuhr gegen 15.30 Uhr mit seinem Ford Fiesta auf der Geschwister-Scholl-Straße und beabsichtigte nach links auf die Dringenberger Straße abzubiegen. Aus Richtung Neuenheerse kam ein Auto, das die Dringenberger Straße befuhr und nach rechts die Geschwister-Scholl-Straße einbog. Als der Fiesta-Fahrer abbiegen wollte, übersah er ein sich hinter dem Auto befindendes Quad, das auf der vorfahrtberechtigten Straße geradeaus fahren wollte. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß. Das Quad wurde auf die linke Fahrzeugseite geschleudert. Der Quad-Fahrer verletzte sich durch die Kollision, wurde an der Unfallstelle von einem Notarzt betreut und zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Unfallschaden an beiden Fahrzeugen wird von der Polizei auf rund 3.400 Euro geschätzt. Die Polizei sperrte die Dringenberger Straße für rund eine halbe Stunde und leitete anschließend bis gegen 16:45 Uhr den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei.

Foto: Polizei

Politik
Montag, 08. Februar 2021 11:04 Uhr
Bund und Land fördern innovatives Bildungszentrum von Kreis und Kreishandwerkerschaft
Mittwoch, 13. Januar 2021 10:41 Uhr

Kreis Höxter (r). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Dienstag (12. Januar 2021) weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 1.500 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den SV Ottbergen-Bruchhausen von 1919/1921 e.V.: Gefördert wird die Modernisierung der Flutlichtanlage in Höhe von 54.999 Euro. 

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“ 

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Montag, 11. Januar 2021 10:49 Uhr

Brakel (red). Aufgrund der zurzeit hohen Corona-Inzidenzzahlen insbesondere im Kreis Höxter und im Sinne der Corona-Schutzversordnung (§ 13 Abs. 2 Nr. 3) finden die nächsten Sitzungen der Fachausschüsse, Hauptausschuss – 26.01., Bauausschuss – 27.01., Betriebsausschuss – 28.01. und Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing – 01.02. in Absprache mit den jeweiligen Vorsitzenden nicht statt.

Stattdessen werden die jeweils in den genannten Ausschüssen unabdingbar zu beratenden Tagesordnungspunkte in der am 02.02.2021 stattfindenden Ratssitzung beraten und beschlossen. Aus den genannten Gründen wird somit nur die Ratssitzung am 02.02.2021 um 18:00 Uhr in der Heggehalle in Frohnhausen mit der Einbringung des Haushalts 2021 stattfinden und die Tagesordnung auf das unbedingt notwendige Maß im Sinne der Corona-Schutzverordnung reduziert.

Wirtschaft
Dienstag, 09. Februar 2021 07:37 Uhr
Schwerkranken in Würde begegnen: Erweiterung und Erneuerung der palliativmedizinischen Abteilung im St. Ansgar Krankenhaus
Montag, 08. Februar 2021 14:30 Uhr

Bad Driburg (red). Wertschätzung und Solidarität –zwei Begriffe, die während der Corona-Pandemie einen neuen Stellenwert erhalten haben. Das zeigen auch die Bad Driburger Naturparkquellen mit einem Gutschein vom Werbering in Bad Driburg, den jeder Mitarbeiter als „Dankeschön“ für seine Arbeit im schwierigen Jahr 2020 erhalten hat.

Das Dankeschön kam mit der letzten Lohnabrechnung: Alle Mitarbeiter der Bad Driburger Naturparkquellen konnten sich über einen Gutschein des Werberings Bad Driburg freuen. „Wir wollten unseren Mitarbeitern für die gute Arbeit in 2020 danken und einen positiven Abschluss in einem doch schwierigen Jahres bescheren“, erklärt Thomas Dörpinghaus, Geschäftsführer der Bad Driburger Naturparkquellen. „Als Geste der Solidarität und Unterstützung des lokalen Einzelhandels haben wir uns für den Werbering Bad Driburg entschieden, der für jeden Geschmack etwas bietet.“

Lokal „handeln“ - lokal unterstützen

„Die lokale Unterstützung steht für uns als regionaler Betrieb an erster Stelle“, so Geschäftsführer Thomas Dörpinghaus. „Schließlich handeln auch wir auf lokaler Ebene.“ Die Bad Driburger Naturparkquellen seien tief in der Region verwurzelt. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten engagieren wir uns in vielen Projekten für die Menschen hier vor Ort.“ Hierzu gehört das aktive Sponsoring von Vereinen, Veranstaltungen oder aber auch Projekten wie dem Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Mit Zuversicht in 2021

Auch für die Bad Driburger Naturparkquellen war 2020 kein einfaches Jahr. Nachdem das Jahr positiv angelaufen war, kam mit Corona eine jähe Zensur. Vor allem die Schließung der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe sowie der Wegfall von Veranstaltungen und Events sorgte für Einbußen.

„Nachdem wir erst einen Mangel an Pfandflaschen hatten, weil Getränke ähnlich wie Toilettenpapier gehortet wurden, kamen zwar die Flaschen zurück, aber dafür verlangsamte sich insgesamt der Absatz“, erklärt Dörpinghaus. „Jetzt gibt es die ersten Zeichen, dass wir mit neuen Produktentwicklungen gute Anreize schaffen und sich der Markt auch langsam wieder erholt.“

Foto: UGOS

Dienstag, 05. Januar 2021 10:32 Uhr

Kreis Höxter (red).Lohn-Plus für Reinigungskräfte: Die 780 Beschäftigten, die im Kreis Höxter in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen im neuen Jahr deutlich mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von derzeit 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“, sagt Sabine Katzsche-Döring von der IG BAU Ostwestfalen-Lippe. Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“.

Zugleich profitieren Fachkräfte: Beschäftigte in der OP-Reinigung kommen auf ein Plus von 8,7 Prozent bis zum übernächsten Jahr. Glas- und Fassadenreiniger erhalten insgesamt 7,6 Prozent mehr und verdienen nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde. Darüber hinaus gibt es für Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Weihnachtsbonus.

Bezirksvorsitzende Katzsche-Döring rät den Reinigungskräften in der Region, ihre Januar-Lohnabrechnung zu prüfen. „Gerade wer in der untersten Lohngruppe arbeitet, sollte genau hinschauen.“ Weitere Information gibt es bei der IG BAU vor Ort.

Sport
Dienstag, 12. Januar 2021 09:50 Uhr
Kai Fähnrich wechselt zur SG Erkeln-Hembsen
Sonntag, 10. Januar 2021 12:48 Uhr

Kreis Höxter (red). Noch immer wird unser alltägliches Leben von dem Coronavirus geprägt, das betrifft natürlich auch den Sport. In Zeiten von Lockdowns und Beschränkungen ist für viele nur noch der Individualsport möglich. Viele ergreifen deshalb die Initiative, ihre Joggingschuhe zu entstauben und einfach mal loszulaufen. Für alle Sportbegeisterten, die sich nun mal wieder ein abwechslungsreiches Angebot wünschen, hat der Kreissportbund Höxter e.V. die perfekte Lösung!

Um wieder Freude an der Bewegung zu haben und diese abwechslungsreich zu gestalten, haben Vereine die Möglichkeit, eine Materialkiste mit diversen Sportmaterialien beim KSB Höxter auszuleihen. Neben Seilchen, Ba?llen oder Thera-Ba?ndern und einer 15 Meter langen Slackline sind auch viele neue Sport- und Spielgera?te dabei, wie Spikeball, Ultimatefrisbee, Scoop, Lacrosse oder Flip Toss. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Vorschlägen fu?r kontakfreie Spiele fu?r Kinder, passend zur momentanen Situation. Mit dieser Materialkiste möchte der KSB den Vereinen die Möglichkeit bieten, ihre Vereinsmitglieder trotz Wegfall des Bewegungs- und Sportbetriebes in Bewegung zu bringen und zu halten! Eine Menge Spaß und die Entdeckung neuer Sportarten ist garantiert!

Der Tus Ovenhausen ist der erste Verein, der die Spiel- und Sportgeräte Kiste ausgeliehen hat. Petra Huppert-Buch, Geschäftsführerin der Sportjugend im KSB Höxter wünscht
dem 1. Vorsitzenden Stefan Risse und seinen Vereinsmitgliedern viel Freude und Abwechslung.


Nähere Information zu den Ausleihbedingungen bekommt ihr bei Britta Kukuk

Fachkraft für Kinder- und Jugendarbeit

Moltkestr. 12 - 37671 Höxter - Tel: 05271-951842 - Fax:  05271-931812 - E-Mail: b.kukuk@ksb-hoexter.de

Foto: KSB

Dienstag, 22. Dezember 2020 17:38 Uhr

Kreis Höxter (red). Geldpreise für gelungene Kinder- und Jugendbeteiligung in Sportvereinen. Die Sportjugend im Kreissportbund Höxter hatte sich dazu entschlossen, in diesem Jahr wieder eine Auszeichnung für besondere sportliche- und außersportliche Kinder- und Jugendarbeit im Verein zu vergeben. Der Förderpreis verfolgt das Ziel, zu kinder- und jugendgerechten Aktivitäten im Sportverein anzuregen und die Sportentwicklung ideenreich zu gestalten. Für das besondere Engagement im Kinder- und Jugendschutz wurde ein Sonderpreis überreicht.

Eine Feierstunde konnte es in diesem Jahr leider nicht geben. Die Vertreter der prämierten Vereine erhielten, unter Einhaltung der Coronaschutzbedingungen, eine Urkunde und einen Scheck für die Vereinskasse überreicht. Britta Kukuk, Fachkraft für Kinder- und Jugendverbandsarbeit beim KSB Höxter überreichte der Jugendabteilung des Reiterverein Bad Driburg einen Scheck über 500 Euro sowie einen Sonderpreis für das besondere Engagement zum Thema „Kinderschutz“ und ermunterte die Preisträger, in ihrer besonders lobenswerten Arbeit nicht nachzulassen und somit Ansporn für andere Vereine zu sein. Ferner wurden die vielfältigen Aktivitäten des J-Teams im Warburger Sportverein (unter anderem Sportcamp, be.active-Tag) mit einem Preisgeld in Höhe von 250 Euro belohnt. Überreicht wurde die Auszeichnung durch den stellv. Vorsitzenden des KSB Gerd Thöne.

Die Sportvereine wurden aufgerufen sich unter dem Motto: „Starke Jugend - starker Verein“ - Kinder- und Jugendsport unter Coronabedingungen – Was ging in 2020“?, zu bewerben. Bewerbungskriterien waren das Vorlegen bzw. Erarbeiten einer Jugendordnung sowie das Vorhandensein eines Jugendgremiums wie zum Beispiel J(ugend)-Team, Jugendvorstand o.ä., sowie die eingegangene Vereinbarung zum Kinder- und Jugendschutz nach § 72a SGB VIII mit dem Kreisjugendamt. Bei der Auswahl der Vereine war dem Gremium des KSB Höxter wichtig, dass bei den prämierten Sportvereinen deutlich wird, welche Projekte diese unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durchgeführt haben. Der Kreissportbund Höxter gratuliert allen beteiligten Vereinen und bietet gleichzeitig seine Unterstützung und Hilfe bei der Durchführung von Projekten an.

Fotos: KSB 

 

Panorama
Dienstag, 05. Januar 2021 10:47 Uhr
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.: Positive Bilanz für die erste Phase der Verteilung von kostenlosen Schutzmasken
Montag, 04. Januar 2021 07:57 Uhr

NRW (red). Schon in den 70er Jahren hat der Pionier des Biologischen Gartenbaues, Heinz Erven aus Remagen, seine Hoch- und Hügelbeete konzipiert und dabei gezeigt, dass man einen 4-Personenhaushalt mit einem Hochbeet in der Größe von 2 m x 12 m fast das ganze Jahr über mit frischem Salat und Gemüse versorgen kann. Willi Hennebrüder von der Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz hat ihn damals mehrfach besucht, um die eigenen Kenntnisse zum biologischen Gärtnern zu verbessern.

Inzwischen hat man aus den Erfahrungen gelernt und das Konzept Schritt für Schritt optimiert. Eine wertvolle Neuerung ist dabei ein Folientunnel der es ermöglicht, dass man schon frühzeitig Salat aus dem eigenen Garten ernten kann. Leider werden beim Aufbau eines solchen Beetes, der Aussaat und der Bepflanzung mangels Kenntnis immer noch Fehler gemacht. Aus diesem Grund hat die Lemgoer BUND-Gruppe eine eigene Internetseite erstellt mit Hinweis auf diverse Möglichkeiten der Hochbeetgestaltung und einem Information zum kostenfreien Download sowie Angaben zur Literatur.

Wichtig ist nach Aussagen des BUND Lemgo, dass bei der Bepflanzung die Regeln der Mischkultur beachtet werden. Zudem gilt der Grundsatz: „Ein gesunder Boden ist Voraussetzung für gesunde und widerstandsfähige Pflanzen.“ Der eigene Anbau von Salat und Gemüse ist nach Aussagen des BUND Lemgo auch ein Beitrag zum Klimaschutz, weil er lange Transportwege vermeidet und zudem die eigenen Bioabfälle für die Herstellung von Dünger genutzt werden können. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des BUND Lemgo https://www.bund-lemgo.de/hochbeet.html

Foto: Hochbeet Huchler 

Montag, 04. Januar 2021 06:27 Uhr

Düsseldorf (red). Die nordrhein-westfälische Polizei wird in diesem Jahr landesweit eine spezielle Finanzanalyse-Software einführen. Minister Reul: „Wir wollen, dass jeder Finanzermittler dieses neue Werkzeug hat und haben deshalb 200 Lizenzen gekauft.“ Dubiose Immobilienfinanzierungen, der Kauf von Fahrzeugen mit Geldern, deren Herkunft nicht klar ist, der Handel von Rauschgift und Waffen im Darknet oder auch der tagtägliche An- und Verkauf auf Online-Handels-Plattformen: die Finanzwelt ist komplex. Das nutzen Kriminelle, um ihre illegalen Gelder zu verstecken und wieder in den legalen Wirtschaftskreis zurückzuführen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen verstärkt nun ihre Finanzermittlungen und investiert eine halbe Million Euro in Analyse-Software. „Wir gehen hier einen weiteren wichtigen Schritt des Ansatzes ,Follow the Money‘, um Kriminellen das wegzunehmen, was ihnen am meisten am Herzen liegt: ihr ergaunertes Geld“, so Innenminister Herbert Reul. „Mit der Anschaffung von 200 Lizenzen einer in der Finanzwelt etablierten Software geben wir allen Finanzermittlern und Spezialisten für Wirtschaftskriminalität ein neues Werkzeug an die Hand, mit dem sie nun Möglichkeiten haben, die bislang Wirtschaftsprüfern und der Finanzverwaltung vorbehalten waren.“

Beispiele aus der Praxis, bei denen das neue Tool den Ermittlern gute Dienste leisten wird, sind etwa das „Hawala-Banking“, bei dem mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert wird und zu einem späteren Zeitpunkt auf undurchsichtige Art und Weise seinen Weg wieder zurück nach Deutschland findet.

Auch ein denkbarer Fall: Der Geschäftsführer eines Unternehmens rechnet seine finanziellen Möglichkeiten und die seines Unternehmens künstlich klein und bedient verschiedene Konten mit den Geldern der Firma. Ganz aktuell kann das Programm auch genutzt werden, um Massendaten von Corona-Soforthilfeanträgen digital in Tabellenform lesbar und damit auswertbar zu machen. Hier unterstützt sie die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung von Betrugsfällen.

In der organisatorischen Verknüpfung von Strafrecht, Steuerrecht und Vermögensabschöpfung liegt unter anderem der Schlüssel für die Aufklärung von Straftaten, die sich quer durch das Gesetzbuch ziehen. Für die Erhebung komplexer Finanzströme - ohne dass es sich hierbei immer um schwerwiegende Rechtsbrüche handeln muss - hat die nordrhein-westfälische Polizei nun ein neues Mittel, das besonders geeignet ist, um beispielsweise die Gesamtbetrachtung des Finanzstatus einer Person oder Firma zu vereinfachen. Darüber hinaus intensiviert die Software das kooperative Zusammenwirken mit den Steuerfahndungsbehörden. 

„Es ist die logische Folge aus dem Weg, den wir seit Ende 2019 mit dem Einsetzen der Task Force ,Finanzierungsquellen Organisierte Kriminalität‘ im LKA, beschreiten. Vor allem ist es ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer Digitalisierung der nordrhein-westfälischen Polizei“, erklärt der Innenminister.

Montag, 07. Dezember 2020 11:04 Uhr

OWL (red). Für rund 1.850 Erstsemester hat im Wintersemester 2020/21 an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ein aufregender neuer Lebensabschnitt begonnen. Damit ist die Zahl der Erstsemester an der TH OWL gut 14 Prozent höher als im Vorjahr und führt den positiven Trend aus dem Sommersemester fort.

„Wir freuen uns sehr über die gestiegene Zahl an Studierenden an unserer Hochschule“, so Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl. „Wir haben in den vergangenen Monaten mit viel Kreativität unsere digitalen Lehrformate ausgebaut und gleichzeitig dafür gesorgt, dass auch praktische Angebote und die Vernetzung der Studierenden untereinander und mit ihren Lehrenden nicht zu kurz kommen, das hat sich ausgezahlt.“

Für einen entspannten Einstieg ins Studium sorgte in diesem Jahr eine digitale Erstsemesterbegrüßung. In einer Online-Konferenz hat Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl gemeinsam mit weiteren Vertretern der Hochschule die neuen Studierenden begrüßt und Fragen rund ums Studium beantwortet.

Zu den beliebtesten Bachelor-Studiengängen im Wintersemester 2020/21 gehören an der TH OWL Innenarchitektur mit gut 180 Studienanfängern, Bauingenieurwesen mit gut 140 Studienanfängern und Betriebswirtschaftslehre mit gut 120 Erstsemestern.

Im Bachelor-Studiengang Wirtschaftspsychologie, der in diesem Semester neu an der TH OWL gestartet ist, sind alle 70 Studienplätze belegt. Im Masterstudiengang Applied Entrepreneurship starten in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 40 Studierende ihr Studium an der eigenen Gründungsidee.

Insgesamt studieren aktuell knapp 6.600 Studierende an der TH OWL. Die Hochschule hat schon viele Jahre vor der Corona-Pandemie in das Thema Digitales Lernen investiert. Bereits 2012 hat die Hochschule die Konzepte OPTES und Praxis OWL gestartet und ist dafür vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert worden. Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl: „Von dem Knowhow aus unseren langjährigen Digital-Projekten haben wir in der Corona-Pandemie enorm profitiert.“

Auch das Wintersemester 2020/21 findet aktuell überwiegend digital statt. André Mersch ist der eLearning-Beauftragte der TH OWL. „Digitales Lernen ist mehr als die Vorlesung vom Hörsaal ins Netz zu verlegen. Die Studierenden können sich mithilfe des bereitgestellten Materials vorbereiten, ihren Lernstand selbst überprüfen und mit ihren Lehrenden und untereinander in Dialog treten.“ Gut 73 Prozent der Studierenden der TH OWL sind laut einer aktuellen Umfrage zufrieden bis sehr zufrieden mit den im Online-Semester ausgewählten Methoden und Lehrformaten.

Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl: „Bildung ist nicht an Formate gebunden, aber ich freue mich schon sehr darauf, wenn es in unseren Hörsälen und auf dem Campus hoffentlich bald wieder lebhafter wird.“

Foto: TH OWL

 

Dienstag, 03. November 2020 11:31 Uhr

NRW (red). Auch der diesjährige Sommer war außergewöhnlich trocken. Durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt, sind die Wälder in NRW sehr anfällig für Brände. Bei der Bekämpfung nutzen Feuerwehren seit wenigen Wochen eine digitale Waldbrandabwehrkarte von Wald und Holz NRW. Aktuelle Satellitendaten der ESA zur Vitalität der Nadelbäume unterstützen sie bei der Einschätzung der Gefahrenlage und Löschstrategie.

Braune Fichten prägen zurzeit das Landschaftsbild vieler Regionen Nordrhein-Westfales. Sie leiden wie kaum eine andere Baumart am anhaltenden Klimawandel. Hartwig Dolgner, Teamleiter Walderhaltung und Sicherung der Waldfunktionen: „Die letzten Jahre waren im Durchschnitt viel zu trocken. Dadurch steigt auch die Gefahr von Waldbränden. Eine wichtige Aufgabe unserer Forstleute und der Feuerwehr ist es deshalb, potenzielle Gefahrenquellen im Wald zu ermitteln und Brände zu verhindern. Der Vitalitätslayer ist ein hervorragendes Hilfsmittel zur Identifizierung von Waldbrandgefahrenquellen.“

Geodaten-Experten bei Wald und Holz NRW werten daher den Gesundheitszustand von Bäumen mithilfe von Sentinel-2- Satellitenbildern der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) aus. Die Waldbrandabwehrkarte enthält neben der aktuellen Waldbrandgefahr eine Kartenebene (Layer) mit Informationen zur Vitalität der Nadelwälder. Unter www.waldinfo.nrw.de stehen die Karten Privat- und Kommunalwaldbesitzenden sowie Waldinteressierten kostenlos zur Verfügung.

Die Satelliten erfassen zunächst die Chlorophyll-Produktion der Baumkronen. Später erstellen Experten daraus farblich gekennzeichnete Schadstufen. Gesunde Nadelwälder, deren Nadeln viel Chlorophyll herstellen, sind grün gefärbt. Vom Schädling befallene, vertrocknete oder umgeworfene Bäume sowie Kahlflächen sind in der Karte rot markiert. Je dunkler die Fläche, desto stärker ist der Wald durch Borkenkäfer, Dürre oder Stürme geschädigt. Wald und Holz NRW stellt den Vitalitätslayer dem Informationssystem Gefahrenabwehr des Innenmininsteriums (IG NRW) bereit. Dort steht er Feuerwehren und anderen Katastrophenschutzbehörden zur Verfügung. Das interne Portal enthält neben der Waldbrandabwehrkarte auch Karten mit Waldwegen und Wasserentnahmestellen.

Dr. Stefan Franz, Teamleiter Geodateneinsatz von Wald und Holz NRW: „Das kontinuierliche Monitoring der Nadelwälder via SatellitenFernerkundung für das gesamte Bundesland und das direkte Bereitstellen der ausgewerteten Geodaten an alle Feuerwehren und Waldbesitzende ist in dem Umfang bundesweit einzigartig.“ Im Brandfall bietet das Kartenmaterial Feuerwehrleuten eine hilfreiche Orientierung bei der Einschätzung der Lage. Auf geräumten Sturmflächen kann die Sonne zum Beispiel ungehindert auf den Waldboden scheinen und trockenes Gras, Nadeln und Äste in kurzer Zeit entzünden. Auch beschädigte, trockene Fichten sind extrem leicht und schnell entflammbar.

Zu wissen, ob ein Boden- oder Kronenfeuer zu erwarten ist, ist auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte wichtig. Gekennzeichnete Flächen der Stürme von Kyrill und Friederike ergänzen das umfangreiche Kartenangebot. Mit Hilfe der Waldbrandgefahrenkarte können Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden in NRW die aktuelle Situation und das Wissen über vorgeschädigte Waldflächen in ihrer vorbereitenden Einsatzplanung berücksichtigen.

Wald und Holz NRW tauscht sich regelmäßig mit Vertretern der Feuerwehren aus dem Innenministerium aus, damit sowohl die Forstverwaltung als auch die Feuerwehr in NRW im Waldbrandfall gut vorbereitet ist.

Foto: Wald und Holz NRW, Thomas Nilius

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