Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Dienstag, 25. Juni 2019 11:11 Uhr
Am 1. August startet Azubi-Ticket | NGG: „82 Euro sind zu viel“
Dienstag, 25. Juni 2019 11:07 Uhr

Brakel (red). Bürgermeister Hermann Temme konnte aktuell die Naju-Kindergruppe (Naturschutzjugend NRW) aus Brakel im Rathaus begrüßen. Die Kinder trugen dem Bürgermeister in seiner Sprechstunde ihre Wünsche und Anliegen vor: "Uns geht es richtig gut. Wir wissen aber, dass es nicht allen Kindern auf der Welt so gut geht wie uns. Viele Kinder sind arm und haben vieles von dem nicht, was unser Leben so angenehm macht. Sie müssen arbeiten, damit ihre Familien überleben können und haben keine Zeit zum Spielen oder um zur Schule zu gehen und etwas zu lernen. Das liegt auch daran, dass die Menschen aus den armen Ländern oft nicht genug für das bekommen, was sie an reiche Länder wie Deutschland verkaufen, denn wir möchten alles möglichst billig einkaufen ....."

Die Kinder erzählten dem Bürgermeister, wie wohl sie sich hier in Brakel fühlen, denn es gibt noch viel Platz in der Natur zum Spielen. Sie freuen sich, hier zur Schule zu gehen und etwas lernen zu dürfen, aber auch, viele tolle Dinge in ihrer Freizeit unternehmen zu können, wie Sport, Musik oder die Gruppenstunden in Kirchen und Vereinen. "Wir haben genug zum Essen, Trinken und Anziehen. Spielsachen und Bücher haben wir auch. Manchmal denken die Menschen in Deutschland auch gar nicht daran, dass die Sachen, die sie einkaufen, aus armen Ländern kommen. Das sind Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade und Bananen, aber auch viele andere Dinge wie zum Beispiel Sachen zum Anziehen, Fußbälle oder Materialien für Handys. Viele Menschen denken auch gar nicht daran, wie hart Erwachsene und Kinder in den armen Ländern arbeiten müssen und dass sie nicht genug Lohn für ihre Arbeit und nicht genug Geld für ihre Waren bekommen. Deshalb ist es richtig gut, dass es den "Fairen Handel" gibt. Der Faire Handel sorgt dafür, dass die Bauern und die Hersteller in den armen Ländern mehr Geld bekommen und besser leben können", erzählten die Kinder dem Bürgermeister. 

Abschließend erklärten sie: "Wir wünschen uns, dass Brakel eine faire Stadt wird! Das fänden wir richtig gut, und dann würden wir noch viel lieber und mit einem besseren Gefühl in Brakel leben, weil wir dann wüssten, dass wir etwas Gutes tun und die Welt ein kleines bisschen besser machen!“ Bürgermeister Hermann Temme nahm sich viel Zeit für die Naju-Kindergruppe und hörte sich ihre Wünsche und Anliegen für ein "faires Brakel" genau an. Er freute sich über die ideenreichen Anregungen der Kleinen und lud sie daher in die Sitzung des Rates am 11. Juli 2019 ein. Er möchte Ihnen hier ebenfalls die Möglichkeit bieten, den Mitgliedern des Rates von ihren Anliegen zu erzählen.

Foto: Stadt Brakel

Dienstag, 25. Juni 2019 10:17 Uhr

Brakel (red). Die circa 2000 ehemaligen Abiturienten sind eingeladen, den Annentag einzuleiten mit einem Wiedersehen ehemaliger Klassenkameradinnen und Klassenkameraden und Lehrerinnen und Lehrer am Freitag, den 2. August 2019 – Treffpunkt ist ab 18.00 Uhr der Haupteingang des Gymnasiums „Im Schild“. Für Getränke ist gesorgt. Dieser Termin ist und bleibt Tradition, da viele ehemalige Brakeler den Annentag nutzen, um ihre Heimatstadt zu besuchen. Die Schule freut sich auf eine rege Beteiligung.

Montag, 24. Juni 2019 10:19 Uhr

Neuenheerse (red). Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian Neuenheerse e. V. möchte seine Mitglieder und alle interessierten Gäste zum nächsten Schießabend am Samstag, 29. Juni um 19.30 Uhr herzlich einladen. Neben dem Kleinkaliber- ist auch der Luftgewehrschießstand geöffnet. Und selbstverständlich wird auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen.

Montag, 24. Juni 2019 09:52 Uhr

Bad Driburg (red). Am 5. Juli, um 17 Uhr möchte der SPD-Ortsverein Bad Driburg alle Genossinnen und Genossen, interessierte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, sowie Freundinnen und Freunde unserer Sozialdemokratischen Partei zu einer Veranstaltung an der Mühlenpforte in der Dringenberger Straße in Bad Driburg einladen. Es handelt sich dabei um eine kleine Einweihungszeremonie im Rahmen der Wiederaufstellung des SPD-Gedenksteines. Trotz der heftigen Turbulenzen in unseren Sozialdemokratischen Reihen lassen wir uns nicht beirren, und arbeiten mit aller Kraft daran, das Vertrauen unserer Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen, und von unserer Arbeit zu überzeugen, so der Vorsitzende Detlef Gehle. Wir zeigen weiterhin Präsenz, und suchen die Nähe zu den Bürgern, um von unserer Arbeit zu berichten.

Der SPD-Kreisvorsitzende Helmut Lensdorf wird die Veranstaltung besuchen, und uns anschließend bei einem gemütlichen Beisammensein im Hotel Restaurant "Zum braunen Hirschen" in Bad Driburg, Lange Str. 70, über die aktuellen Themen auf Kreisebene informieren. Wir freuen uns sehr über seinen „Antrittsbesuch“ in Bad Driburg. Wir werden den Tag ferner nutzen, um unsere neuen Mitglieder zu begrüßen, und die „Altgedienten“ für Ihre Treue auszuzeichnen. Ich darf Sie/Euch an dieser Stelle bitten, sich bis zum 28.Juni bei mir anzumelden: (Detlef.Gehle@t-online.de; oder 05253/9756210).

Foto:

Blaulicht
Dienstag, 25. Juni 2019 17:22 Uhr
Zusammenstoß beim Abbiegen: Frau (34) wird schwer verletzt
Dienstag, 25. Juni 2019 10:14 Uhr

Bad Driburg (red). Am Montag, 24.06.2019, erhielten mehrere Bad Driburger Anrufe von falschen Polizisten. Bislang sind aus dem Stadtgebiet Bad Driburg mehr als 25 Vorfälle bekannt geworden. Die Anrufe begannen gegen 20:30 Uhr und der letzte bekanntgewordene Anruf eines angeblichen Polizeibeamten erfolgte gegen 01:48 Uhr. In allen Fällen gab sich ein Mann als Kriminalbeamter aus und berichtete zunächst von angeblichen Einbrüchen oder Raubüberfällen in der Nachbarschaft. Im weiteren Verlauf versuchte der angebliche Kriminalbeamte Informationen über die Vermögensverhältnisse der Bürger zu erlangen. In allen bisher bekannt gewordenen Fällen beendeten die Angerufenen das Gespräch und es entstand kein finanzieller Schaden. Die Polizei warnt davor, unbekannten Anrufern Informationen über finanzielle Verhältnisse preiszugeben. Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Sie am Telefon nach Geld oder Wertsachen gefragt werden. Beenden sie das Gespräch ebenfalls, wenn Sie zur Verschwiegenheit aufgefordert werden. Händigen Sie niemals Wertsachen oder Bargeld an die Polizei aus. Die Polizei nimmt weder Wertsachen noch Bargeld in Verwahrung. Im Falle eines verdächtigen Anrufs, sollten Betroffene sofort auflegen und die Polizei informieren

Freitag, 21. Juni 2019 16:45 Uhr

Paderborn (red). Eine 27-jährige Frau wurde Ende April Opfer einer sexuellen Belästigung durch einen bislang unbekannten Täter. Mit Hilfe eines Fahndungsfotos soll der Mann jetzt identifiziert werden. Die Tat ereignete sich am Sonntag, 28.04.2019, gegen 17.15 Uhr auf dem Gelände einer Reithalle am Dr.-Rörig-Damm. Während die 27-jährige Frau ein Pferd über den Hof führte näherte sich ein Mann aus Richtung Bahngleisen. Der Fremde sprach die Frau in gebrochenem Deutsch und Englisch an. Dann kam es zu mehreren sexuellen Belästigungen. Das Opfer wehrte sich und flüchtete. Der Tatverdächtige verschwand in unbekannte Richtung. Die Polizei fragt: "Wer kennt den abgebildeten Mann oder kann Angaben zum Aufenthaltsort der Person machen?" Sachdienliche Hinweise unter der Rufnummer 05251/3060.

Foto: Polizei NRW

Mittwoch, 19. Juni 2019 12:24 Uhr

Brakel (red). Zum Glück nur leichte Verletzungen hat ein 19-jähriger Bad Driburger bei einem Verkehrsunfall am Dienstag, 18.06.2019, auf der Kreisstraße 50 bei Istrup erlitten. Gegen 18:10 Uhr befuhr eine 28-jährige Frau aus Bad Driburg mit ihrem Ford Fiesta den Abfahrtsarm der Bundesstraße 64 und beabsichtigte anschließend auf der K50 weiter in Richtung Riesel zu fahren. Beim Abbiegen missachtete sie die Vorfahrt des 19-Jährigen, der mit seinem VW Polo die K50 von Riesel in Richtung Istrup befuhr. Um einen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge zu verhindern, wich der Fahrer des Polos nach links in den Straßengraben aus. Hierbei prallte er mit seinem Fahrzeug gegen einen am Straßenrand stehenden Baum und verletzte sich leicht. Er konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Am Baum und am Polo entstanden Schäden. Ein Abschleppunternehmen wurde mit der Bergung des Polos beauftragt.

Foto: Polizei

Dienstag, 18. Juni 2019 11:40 Uhr

Brakel (red). Die Ostwestfalenstraße mit einer Rennstrecke verwechselt hat offenbar ein Motorradfahrer, den eine Zivilstreife der Polizei Höxter am Montagnachmittag bei Brakel aus dem Verkehr ziehen konnte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 184 km/h wurde der Motorradfahrer aus Bad Neustadt auf der B 252 gemessen. Der 44-Jährige war am 17. Juni gegen 17 Uhr mit seinem Motorrad der Marke Aprilia aus Richtung Nieheim in Richtung Brakel unterwegs. Zwischen den Einmündungen der K2 und der K18 überholte der Motorradfahrer mehrere Fahrzeuge, obwohl durch den Kurvenverlauf eine Behinderung oder gar Gefährdung des Gegenverkehrs nicht ausgeschlossen werden konnte. Noch bevor ihn die Zivilstreife in Höhe der Annenkapelle anhalten konnte, beschleunigte er bis auf 184 km/h. Erlaubt sind in diesem Bereich maximal 100 km/h. Er muss nun mit einem Bußgeldbescheid in Höhe von 1.000 Euro rechnen, außerdem mit einem Fahrverbot von drei Monaten

Politik
Donnerstag, 20. Juni 2019 10:29 Uhr
Bezirksausschuss Siddessen tagt am 25. Juni
Mittwoch, 19. Juni 2019 15:18 Uhr

Bellersen (red). Der Bezirksausschuss Bellersen berät sich am Mittwoch, 26.06.2019 um 19:00 Uhr im Werkhaus in Bellersen, Meinolfusstraße, zu seiner nächsten Sitzung. Die Mitglieder treffen sich bereits um 18:15 Uhr vor der Kirche, um mögliche Alternativen hinsichtlich der Gestaltung der Bushaltestelle zu erörtern. Weitere Beratungsgegenstände sind das Projektvorhaben "Haus Krus" und die Aktualisierung "To-Do-Liste". Zum öffentlichen Sitzungsteil sind Zuhörer herzlich willkommen. Nichtöffentlich wird der Verkauf von landwirtschaftlichen Splissparzellen im Rahmen der Gewässerneuvermessung "Grundbach" Bellersen verhandelt.

Montag, 17. Juni 2019 09:09 Uhr

Kreis Höxter (red). Der SPD-Kreisverband Höxter hat sich auf einem Parteikonvent intensiv mit der Landesgartenschau beschäftigt. Hier zu waren mit Alexander Fischer (Bürgermeister der Stadt Höxter), Daniel Hartmann (Mitglied im Vorstand des Fördervereins) und Joachim Avenarius (Vorsitzender vom Hotel- und Gaststättenverband) drei fachkundige Referenten gewonnen worden. „Die Landesgartenschau soll einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Kreis Höxter bieten. Die Wirkung von Organisation und Bauten soll weit über den eigentlichen Veranstaltungszeitraum andauern. Diese Landesgartenschau soll einen Meilenstein einer umweltfreundlichen, innovativen Gartenschau setzen“, fasste Helmut Lensdorf, Kreisvorsitzender der SPD, die Ergebnisse der Beratungen zusammen. 

Höxters Bürgermeister Alexander Fischer erläuterte den aktuellen Stand der konzeptionellen Überlegungen. Nach seinen Worten werden die Weser, Corvey und die Ortsteile der Stadt eine besondere Rolle bekommen. Er hofft auf eine dauerhafte Aufwertung vieler Ortsteile seiner Stadt, des gesamten Kreises Höxter und auf viele Besucher, die die Stadt kennen und schätzen lernen sollen, damit sie nach der Landesgartenschau wiederkommen.

Der Schatzmeister des Fördervereins Hartmann, legte den Schwerpunkt seines Vortrages auf die wirtschaftlichen Vorteile der Gartenschau. Sie werde für die heimische Wirtschaft und für die Städte im Kreis Höxter zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe bringen, da die Besucher pro Kopf neben dem Eintrittsgeld durchschnittlich fast 40 Euro in den Geschäften und der Gastronomie ausgeben werden. Dies seien die Ergebnisse der Untersuchungen anderer Landesgartenschauen der letzten Jahre. Der Vorsitzende des Kreisverbandes des Hotel- und Gaststättenverbandes Avenarius forderte ein Tourismuskonzept ein, das über das Jahr 2023 hinaus wirksam sein müsse. Er schlug vor, alle Städte im Umkreis von 40 Kilometern, in das Konzept einzubeziehen. Erfahrungsgemäß würden sich die Besucher nur durchschnittlich vier Stunden auf dem Gartenschaugelände aufhalten und dann noch andere Orte aufsuchen. Hier müsse es gezielte Angebote für Familien, für Wander- und Radfahrfreunde, für Junge und Alte, für Kulturinteressierte geben.

Einigkeit bestand darin, dass in der Konzeption der Landesgartenschau die Zeit nach der Veranstaltung genauso große Beachtung verdient wie die Veranstaltungszeit selbst. In der Diskussion wurde gefordert, dass die Landesgartenschau abfallfrei werden müsse und auch der Klimaschutz eine Rolle spielen soll. Hierzu würde auch ein kostenloser oder zumindest sehr preisgünstiger ÖPNV für die An- und Abreise gehören. Schwerpunkt können sich die Sozialdemokraten auch ein Zukunftsgebäude vorstellen, in dem nicht nur über Umwelt und Energie informiert werde, sondern auch zukunftsorientierte Technologien, Architektur und Bepflanzung konkret angewendet werden.

Foto: SPD

Wirtschaft
Samstag, 22. Juni 2019 11:37 Uhr
NGG: Mehrwegflaschen für Klimaschutz und Arbeitsplätze im Kreis Höxter
Mittwoch, 19. Juni 2019 10:22 Uhr

Paderborn (red). Digitalisierung ist ein Schlagwort, das aus dem aktuellen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken ist. Die Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter haben sich in ihrem diesjährigen Sommergespräch unter dem Motto „Intelligente Automation. Zwischen Hype und Realität“ damit auseinandergesetzt, ob genau dadurch nicht der Blick für das Wesentliche verlorengeht. Hauptreferenten auf dem Gut Ringelsbruch in Paderborn waren Hendrik Koch und Reinhard Frigger von der international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG.

Beide Gastredner, die in ihrer Praxis täglich den Umgang von Unternehmen mit der durch die Digitalisierung bereits ausgerufenen industriellen Revolution 4.0 erleben, warben dafür, das Thema wieder auf ein vernünftiges Maß herunterzuschrauben. „Wenn man ehrlich ist, dann haben wir in Deutschland vielleicht gerade einmal die zehn Prozentmarke der Möglichkeiten erreicht, welche uns die Digitalisierung bietet. In vielen Unternehmen fehlt es noch an den Grundlagen und am Mut zu den nächsten Schritten“, so Koch in seiner Einschätzung. Angst vor den Veränderungen der Unternehmensstruktur und vor den Veränderungen für die Mitarbeiter, würden Firmenchefs oftmals zögern lassen, auf Digitalisierung zu setzen. Häufig werde ihr aber auch noch mit einer gewissen Naivität gegenübergetreten. „Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber eben auch Risiken, wenn zum Beispiel Daten nicht gesichert oder Virenprogramme nicht aktuell sind. Klingt banal, ist aber in vielen Unternehmen noch ein großes Problem“, betont Koch.

Auch Reinhard Frigger forderte dazu auf, beim Thema Digitalisierung genau hinzuschauen: „Wir wollen, dass Maschinen selbständig lernen, um danach Dinge ausführen zu können. Die Prozesse hinter der künstlichen Intelligenz sollten wir aber schon noch überblicken können.“ Aus seiner Sicht dürfe es beim Thema Digitalisierung nicht darum gehen, Mitarbeiter durch Maschinen zu ersetzen, sondern es den Menschen durch Fortbildungen, Kommunikation und Training zu ermöglichen, auf einem höheren Niveau, als bisher zu arbeiten. „Wenn wir das schaffen, dann haben wir schon viel erreicht, in den nächsten Jahren. Wir sind in gewissen Bereichen digital, brauchen aber noch nicht über Flugtaxis nachzudenken, wie es Teile der Politik bereits machen. Es geht aktuell um die Grundlagenarbeit“, so Frigger.

Ein Schlusswort ganz im Sinne von Christian Hake, dem ersten Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter: „Digitalisierung muss für die Möglichkeit des bedarfs- und lösungsorientierten Arbeitens stehen.Auf dieser Basis kann KI ein effektives Mittel für Unternehmen sein.“ Mit Lars Arendt, Fabian Böddeker, Matthias Dziewior, Dr. Giovanni Provenzano, Sabrina Schepers, Ludmila Stepanova, Nina Schweninger, Richard Kleeschulte und Maximilian Kleeschulte konnte Hake im Rahmen der Veranstaltung zudem einige Neumitglieder im Kreis der Wirtschaftsjunioren begrüßen.

Foto: Heinemann

Dienstag, 18. Juni 2019 08:39 Uhr

NRW (red). Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat gestern 85 Betriebe des Lebensmittelhandwerks mit dem Ehrenpreis des Landes Meister.Werk.NRW ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Bäckerei-, Fleischerei-, Konditorei- und Brauhandwerk-Gewerbe wurden für ihre besonderen Leistungen geehrt: "Das Lebensmittelhandwerk in Nordrhein-Westfalen schafft regionale Produkte von hoher Qualität, die Identität und Heimat vermitteln. Es sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze, fördert die Zusammenarbeit innerhalb einer Region zum Aufbau stabiler Wertschöpfungsketten und ist ein wichtiger Nahversorger vor allem in ländlichen Regionen", würdigte Ministerin Heinen-Esser das Engagement der Branche.

Die Landesregierung würdigt mit der Auszeichnung "Meister.Werk.NRW" seit 2013 herausragende Bäckerei- und Fleischerei-Betriebe. Seit 2015 bekommen auch Brauereien diese Auszeichnung für Produkte von besonderer Qualität, handwerkliches Können, eine verantwortungsvolle Betriebsführung und regionale Verankerung. Im Jahr 2017 wurden erstmals auch Konditoreibetriebe geehrt.

"Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, woher die Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Vor allem regional erzeugte Lebensmittel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dabei bedeutet handwerkliche Lebensmittelherstellung mehr, als einfach nur die Zutaten zu mischen. Hinter einem Lebensmittel verbirgt sich profundes Wissen und lange Tradition", erklärte Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser.

Meister.Werk.NRW zeichnet die Betriebe des Lebensmittelhandwerks unter anderem dafür aus, dass sie selbst produzieren, alte Rezepturen pflegen und zugleich offen für neue Produkte oder Herstellungsweisen sind. Ein Beispiel in Bäckereien ist der selbst hergestellte Natursauerteig, der ohne künstliche Backmittel auskommt. In den Fleischereien dürfen keine einzelnen Fleischstücke zu einem neuen Produkt zusammenfügt werden. Beim Brauhandwerk ist die Tradition fest verbunden mit dem deutschen Reinheitsgebot und in den Konditoreien wird verstärkt auf regionale oder fair gehandelte Zutaten gesetzt.

Die Kriterien wurden gemeinsam mit den Bäckerverbänden, den Brauverbänden, dem Konditorenverband Nordrhein-Westfalen und dem Fleischerverband Nordrhein-Westfalen erarbeitet. Die Verbände übernehmen als Partner und Mitinitiatoren auch die Organisation.

Foto: Symbolfoto

Sport
Montag, 24. Juni 2019 10:01 Uhr
Salzkotten: Hohe Temperaturen verlangen den Aktiven von Non-Stop-Ultra alles ab
Samstag, 22. Juni 2019 11:41 Uhr

Brakel (red). Gemeinsam mit dem Lions-Club Brakel veranstaltet der RV Nethegau Brakel die 2. Paddock-Party am Samstag, den 06.Juli 2019 auf der Reitanlage am Kaiserbrunnen. Mit dem erzielten Erlös soll das Projekt „Englisch, Mathe, Voltigieren..“ gefördert werden, welches für einige Schüler der Gesamtschule Brakel und der Adolf-Kolping-Förderschule in Brakel bereits zum Schulalltag gehört. Neben dem Sozialen Lernen werden die motorischen Fähigkeiten, das Rhythmusgefühl und der Gleichgewichtssinn gefördert. Die Schüler lernen Verantwortung für sich, das Lebewesen und die Mitschüler zu übernehmen. Si e pflegen das Pferd, helfen sich gegenseitig aufs Pferd und turnen gemeinsam auf dem Pferd. Darüber hinaus ist Teamarbeit gefragt, wenn es heißt: Misten, Putzen, Reithalle vorbereiten und anschließen wieder Aufzuräumen. Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme auf das Pferd, die Mitschüler und die anderen Mitglieder des Reitervereins sind dabei selbstverständlich. Zusätzlich wird das Selbstvertrauen gestärkt. Die Kinder müssen Ihre anfängliche Scheu vor dem ihnen unbekannten Lebewesen ablegen und damit über sich hinaus wachsen. Die Spendeneinnahmen sollen das Projekt stützen und die Zusammenarbeit mit auch anderen interessierten Schulen ermöglichen. 

Am Samstag, den 06.Juli. 2019 lädt der Reiterverein Brakel gemeinsam mit dem Lions Club Brakel zur 2. Paddock-Party zugunsten des Projektes „Englisch, Mathe, Voltigieren..“ auf die Reitanlage des Reiterverein Nethegau Brakel e.V., Pahenwinkel 26 in Brakel ein. Das Charity Event beginnt ab 18 Uhr mit einem Get-Together und anschließenden Dinner-Buffet, welches vom Restaurant Löseke ausgerichtet wird. Das Dinner Charity Ticket kostet 25€ inkl. Begrüßungs-Aperitif und Dinner-Buffet. Es folgt anschließend die Paddock-Party, bei der bei verlockenden Cocktails, Musik mit den DJs Markus und Markus, und Tanz gefeiert wird. Ab 22 Uhr erfolgt ein ermäßigte Einlass (10€) zur Paddock-Party. Um die schönsten Momente des Abends festzuhalten, wird eine Selfie-Fotobox zur Verfügung stehen. 

Der Ticketverkauf erfolgt per Überweisung an den Reiterverein Nethegau Brakel e.V. , VerbundVolksbank OWL e.G, IBAN DE50 4726 0121 9003 4625 00, Zweck Name und Adresse. Die Karten werden dann zugesandt oder persönlich überbracht. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Reitervereins Brakel www.reiterverein-nethegau.de, auf Facebook unter Reiterverein Nethegau Brakel , oder unter dem Link www.lions.de/web/LC-brakel. 

Zusätzlich stellt die Nieheimer Fotografenmeisterin Jekaterina Knyasewa während der Charity-Veranstaltung einige großrahmige Fotoleinwände aus, unter anderem auch von Schulpferden des Vereins, welche künstlerisch während eines professionellen Pferdeshootings in Szene gesetzt wurden.

Foto: RV Brakel

Montag, 17. Juni 2019 09:31 Uhr

Brakel (red). Beim letzten Wettkampf ging es, für die Punktgleichen Sportschützen St. Hubertus Brilon und die Sportschützen im Bürger-Schützenverein Brakel, im direkten Aufeinandertreffen um den Gruppensieg. Ging es nach der Setzliste, war Brilon eindeutig Favorit. Schossen die ersten 3 Briloner Schützen doch in ihren ersten Wettkämpfen regelmäßig 299 und 300 Ring. Was vorher so eindeutig aussah und im Ergebnis am Ende auch 4:1 für Brilon war, spiegelt es doch nicht die ganze Wahrheit dar. Klar und ohne Chance war Martin Redeker mit 295 Ring gegen 299 Ring von Stephan Nüsse. Auch Johann - Reinhold Grewe mit 292 Ring, hatte gegen Rosi Konheusler mit ihren 297 Ring an diesem Tag keine Chance. Anders sah es da schon bei der Paarung Susanne Goldschmidt für Brilon gegen Karl-Josef Seck für Brakel aus.

Bis zum letzten Schuss lag Karl Josef Seck einen Ring vorne, eine 10 und der Punkt wäre an Brakel gegangen. Leider war es eine 9 und für beide Schützen standen 297 Ring zu Buche. Das Stechen konnte Susanne Goldschmidt dann für sich entscheiden und der Punkt blieb in Brilon. Das selbe Schicksal erlitt auch auch Herbert Heidemann gegen Jürgen Adams. Nach 30 Wertungsschüssen stand es 299:299 und auch hier konnte sich der Briloner Schütze im Stechen durchsetzen. Den Ehrenpunkt für Brakel holte Erika Heidemann gegen Reinhold Nüsse mit 297:296 Ring. Was vorher eigentlich so klar für Brilon aussah, hätte auch anders ausgehen können. Dennoch Glückwunsch von Brakel und alles Gute bei der Relegation zum Aufstieg in die Verbandsliga. Brakel schließt die Saison mit dem 2. Platz ab.

Foto: BSV

Panorama
Donnerstag, 13. Juni 2019 12:46 Uhr
Tötung männlicher Eintagsküken ist nur übergangsweise zulässig
Samstag, 08. Juni 2019 12:23 Uhr

Lügde (red). Ein Met, dazu stimmungsvolle Musik und wilde Gaukelei - diese und viel weitere Programmpunkte machen ihn aus, den mittelalterlichen Liuhidi-Markt in Lügde. Das Ambiente zwischen historischer Stadtmauer samt Stadtturm und Emmer lädt geradezu dazu ein in eine frühere Zeit einzutauchen, Teil des Lagerlebens zu werden und eine alte Epoche aufleben zu lassen. +++ „Liuhidi“ – das ist der alte Name Lügdes, wie er schon im 8. Jahrhundert in den fränkischen Reichsannalen erschien. Er wurde zum Synonym für einen Mittelaltermarkt mit ganz eigenem Charakter. Mittelalterakteure, wie Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Knechte, Gaukler und Musikanten erschaffen erlebbares Mittelalter und Aktionen wie das Kinderritterturnier, Knappentraining, Bogenschießen, Armbrustschießen, Schmieden und Korbflechten machen den Markt besonders familien- und kinderfreundlich. Als ganz besonderes Highlight tritt in diesem Jahr die Musikgruppe Poeta Magica auf. Das Ensemble wurde 1992 gegründet und ist europaweit für ihre lebendige und virtuose Musik aus verschiedenen Ländern bekannt. Mit ihrem unbegrenztem Repertoire, der unglaublichen Instrumentenvielfalt und den abwechslungsreichen Programmen aus dreißig Jahren Bühnenerfahrung genießt das Ensemble einen legendären Ruf. 

Neben Poeta Magica dürfen sich die Besucher auch auf das Duo Asa-tru freuen. Phias Pendragon und Barni der Weltenbummler begeistern immer wieder auf Märkten, Straßenfesten, Familienfeiern und historischen Banketten die Besucher mit reichlich Musik, Narreteien, Spiel, Jonglage und Feuergaukeleien. Bereits bei dem letzten Liuhidi-Markt konnten sich die Gäste davon überzeugen und auch in diesem Jahr ist das Duo wieder Teil des Liuhidi-Marktes. Auch Jonny Robels ist dem ein oder anderen vielleicht noch ein Begriff. Er wandelt mit seiner Musik auf den alten Pfaden der keltischen Barden und versucht sich ihr Bewusstsein darin zu erschließen. Seine Musik kommt aus dieser Tradition, entwickelt aber auch eigenen Ansichten im Austausch mit anderen Einflüssen. Zudem komponiert und textet er auch selbst, zum Teil sogar in bretonischer Sprache. 

Besonders die Kinder kommen beim Liuhidi-Markt auf ihre Kosten: Bei zahlreichen Aktionen wie einem Kinderritterturnier, Bogenschießen und Animationen für das Jung- und Altvolk mit historischen Brett-, Riesen- und Feldspielen sind die kleinen Besucher zum Mitmachen eingeladen.

Neben den bereits genannten Programmpunkten erwarten die Besucher viele weitere Aktionen, diverse Stände und Lager. Auch der Marktvogt und der Buckelige vom letzten Liuhidi-Markt sind wieder dabei. Doch nicht nur das Programm kann sich in diesem Jahr wieder sehen lassen. Auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Die Auswahl reicht von Knoblauchbrot, Spätzle und Sauerkraut über diverse Fleisch- und Käsesorten bis hin zu Falafel, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Abgerundet wird das gastronomische Angebot mit dem klassischen Met sowie verschiedenen Biersorten.

Der diesjährige Liuhidi-Markt bietet ein buntes Programm und lässt die Besucher in eine Reise in die Vergangenheit machen und das Lagerleben hautnah miterleben. Der Markt öffnet am Samstag (15. Juni) von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag (16. Juni) von 12:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 €, Kinder unter Schwertmaß sind frei. Weitere Infos unter www.liuhidi.de

Fotos: Lügde Marketing

Montag, 03. Juni 2019 10:42 Uhr

Niedersachsen (red). Jetzt ist es amtlich: Das Bundeskabinett hat die E-Scooter ab Juni auch für Deutsche Straßen zugelassen. Damit steht der neuen Mobilität und dem Fahrspaß für viele Menschen nichts mehr im Weg. Doch bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h kann ein Sturz zu schwersten Kopfverletzungen führen. Prof. Dr. Uwe Kehler, Chefarzt der Neurochirurgie und Prof. Dr. Lars Gerhard Großterlinden, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg warnen eindringlich vor den Risiken und appellieren, die E-Scooter nicht ohne Helm zu nutzen.

Bereits 14-Jährige können ab kommendem Monat die neuen E-Scooter fahren. Da diese "nur" bis zu einer Höchstgeschwindigkeit bis 20km/h zugelassen sind, hat der Gesetzgeber zwar einen Versicherungsschutz, aber keine Helmpflicht vorgeschrieben. „Wir haben ja bereits langjährige Erfahrungen mit Fahrradfahrern, die ohne Helm fahren und dann mit schweren Verletzungen in unsere Klinik kommen“, so der Chefarzt der Neurochirurgie. „Dabei können typische Kopfverletzungen wie Schädelhirntrauma, Hirnblutungen, Subdural- oder Epiduralhämatome oder Hirnödeme nachweislich teilweise oder sogar ganz durch das Tragen von Helmen verhindert werden.“ Die Folgen solcher Verletzungen reichen von Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen über epileptische Anfälle, Lähmungen, Sprachstörungen bis zu Pflegebedürftigkeit, Wachkoma und Tod. „Und tatsächlich sind Kinder und Jugendliche noch gefährdeter als Erwachsene. Sie sind weniger aufmerksam und vorausschauend und fahren risikoreicher“, warnt Prof. Dr. Kehler.

Eine Studie aus den USA, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kürzlich veröffentlicht wurde, bestätigt die hohe Gefahr von Kopfverletzungen bei der Nutzung von EScootern. Untersucht wurden Verletzungen in der texanischen Hauptstadt Austin im Zeitraum September bis November 2018. Von den dort identifizierten 190 verletzten E-Scooter-Fahrern erlitten 45 Prozent Kopfverletzungen. Praktisch kein Fahrer trug einen Helm. „E-Scooter sind bei allem Fahrspaß grundsätzlich einfach nicht ungefährlich, wie wir aus den Erfahrungen in anderen Ländern wissen“, warnt auch der Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie. So erlitten 70 Prozent der verunfallten E-Scooter-Fahrer in Austin Verletzungen an den oberen Gliedmaßen wie Händen, Handgelenken, Armen und Schultern, 55 Prozent erlitten Verletzungen an den unteren Gliedmaßen. 

„Ich hoffe, dass das, was bei Skifahrern mittlerweile ja Usus ist, sich auch bei den zukünftigen EScooter-Fahrern von Beginn an etablieren wird: Kopf schützen! Helm tragen!“, appelliert daher Prof. Dr. Kehler eindringlich. „Und dabei haben die Erwachsenen eine entscheidende Vorbildfunktion.“

Foto: Asklepios Klinik Altona

 

 

Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr

NRW (red). 75 Prozent der rund 150 wichtigsten Nutzpflanzen auf der Welt profitieren von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten. Aber Biene ist nicht gleich Biene. Während bei den gezüchteten Honigbienen die Zahl der Völker in menschlicher Obhut steigt, nimmt die Zahl ihrer wildlebenden Verwandten – deutschlandweit ca. 560 verschiedene Arten – über die Jahre deutlich ab. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten sind in Nordrhein-Westfalen über 50 Prozent der Wildbienen und Wespen gefährdet. Aber gerade die Wildbienen sind entscheidend für die Bestäubung etwa von Obstbäumen, denn sie fliegen im Gegensatz zur Honigbiene immer, so auch bei kühlfeuchtem Frühlingswetter.

Zum morgigen Weltbienentag erklärt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Weniger Wildbienen, bedeuten weniger Obsternten, weniger Blütenpflanzen, weniger Singvögel und damit weniger Vielfalt insgesamt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Dies gilt insbesondere für die Bienen. Sie sind Bestandteil unsere Lebensversicherung der Artenvielfalt."

Der Verlust von Lebensräumen etwa durch intensive Flächennutzung infolge von Bebauung, Land- und Forstwirtschaft, Änderungen des Nährstoff- und Wasserhaushalts sowie Bodenschatzgewinnung, sowie der Einfluss des Klimawandels und gebietsfremde, invasive Arten setzen nicht nur den Wildbienen zu, sondern die gesamte Artenvielfalt unter Druck. Heinen-Esser: "Wir müssen zweigleisig fahren: Einerseits müssen wir die bereits bekannten Ursachen angehen und andererseits müssen wir durch den Aufbau solider Forschung noch offene Fragen klären. Beides müssen wir parallel tun."

Bereits 2017 startete NRW als erstes Bundesland eine Langzeitstudie zum Insektenschwund: Bis Ende 2022 wird auf 120 Probeflächen die aktuelle Situation blütenbestäubender Insekten überprüft, ein gemeinsames Forschungsvorhaben mit der Universität Osnabrück wird den kommenden drei Jahren die statistisch valide Datengrundlage für weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Insektenrückgangs ermitteln. Am 03. Juni findet mit Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Heinen-Esser ab 11:00 Uhr in den Düsseldorfer Rheinterrassen der Kongress "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" statt.

 

Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

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