Dienstag, 04. Dezember 2018 10:05 Uhr

Interkommunale Zusammenarbeit erfolgreich zum Abschluss gebracht: Feuerwehren aus Brakel und Bad Driburg heißen neue Gelenkdrehleitern willkommen

Brakel/Bad Driburg (red). Nach nur 18 Monaten Planungs- und Beschaffungsphase haben die Feuerwehren aus Brakel und Bad Driburg am 22. November jeweils eine neue Gelenkdrehleiter von der Firma Rosenbauer aus Karlsruhe in Empfang genommen.

Die aktuellen Drehleitern der beiden Städte waren nach einer Nutzungsdauer von mehr als 30 Jahren abgängig. Nach eingehender Markerkundung in Verbindung mit den Drehleitervorführungen in Bad Driburg und Brakel, war für die verantwortlichen Führungskräfte der Feuerwehren klar, dass eine Gelenkdrehleiter eine Menge Vorteile gegenüber der herkömmlichen Bauart hat. In anfänglichen Erfahrungsaustauschen stellte sich heraus, dass das Anforderungsprofil an ein Neufahrzeug sehr identisch war. Schnell war die Idee entstanden, eine gemeinschaftliche Beschaffung von zwei baugleichen Fahrzeugen durchzuführen.

Der erste Baustein nach der Bedarfsermittlung in den jeweiligen Feuerwehren war die Erstellung vom Leistungsverzeichnis zur Durchführung einer Europaweiten Ausschreibung der Fahrzeuge. Durch die konstruktive Zusammenarbeit der erfahrenen Drehleiter Maschinisten aus beiden Feuerwehren war die produktneutrale Fahrzeugbeschreibung in einem kurzen Zeitfenster erstellt. Nach Einhaltung aller EU Vergabebedingungen und Auswertung der Angebote stand zum Jahresende 2017 der Vergabevorschlag für die politischen Gremien zum Beschluss bereit. Die Räte der Städte Bad Driburg und Brakel hatten einstimmig der jeweiligen Beschlussvorlage zugestimmt, den Auftrag zur Lieferung einer Drehleiter an die Firma Rosenbauer in Karlsruhe zu erteilen.

Zur Klärung einiger Auftragnehmer spezifischen Konstruktionsausführungen stand im Februar 2018 das Auftragsklärungsgespräch auf der Tagesordnung. Nachdem sämtliche Ausstattungsdetails und die jeweilige Beladung feststanden, konnte die Konstruktionsabteilung der Firma Rosenbauer in die Produktionsvorplanung einsteigen. Nach der Anlieferung der Mercedes Atego Fahrgestelle begann im August 2018 der Aufbau des Hubrettungssatzes in der Produktionslinie im Rosenbauerwerk Karlsruhe. Bei der Rohbauabnahme im September 2018 war für die verantwortlichen Einsatzkräfte aus Brakel und Bad Driburg ein erster Eindruck der Fahrzeuge zu sehen. Die Ausstattung der einzelnen Geräteräume wurde an dem Termin festgelegt.

Ende November war es dann endlich soweit. Die beiden Gelenkdrehleitern standen zur Abnahme bereit. Jede einzelne Ausstattungsposition wurde auf Vollständigkeit und Funktion geprüft. An den beiden folgenden Tagen stand die Einweisung und Anwenderschulung für fünf Drehleiter Maschinisten je Fahrzeug auf dem Programm. In den Trainingseinheiten war jedem Teilnehmer schnell bewusst, dass sich in der Bedienung von einem neuen Hubrettungsgerät nach aktuellem Stand der Technik einiges gegenüber den Drehleitern am Standort geändert hat.

Nachfolgend die Grunddaten der Fahrzeuge:

  • Fahrgestell: Mercedes Benz Atego 1530 F
  • Motorleistung 299 PS
  • Gesamtgewicht 15.500 kg
  • Drehleiteraufbau: Rosenbauer L32 A-XS 3.0
  • Abstützung: Waagerecht Senkrecht Abstützung mit max. 4,85 m Stützbreite
  • Leiterpark: 5-teiliger Leitersatz mit Gelenkarmteil mit einer Auszugslänge von max. 32 Metern
  • Rettungskorb: für 5 Personen oder einer Zuladung von 500 kg
  • Beladung nach DIN 14043

Abschließend bewerten die Leiter der Feuerwehren Waldemar Gamenik und Sven Heinemann die gemeinsame Beschaffung als zielführende interkommunale Zusammenarbeit, denn durch den intensiven Austausch und die Kooperation der beiden Städte konnten pro Fahrzeug ca. 50.000 Euro eingespart werden.

Foto: Stadt Brakel

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